201231Jan

Adobe: Entwurf für CSS3-Shader eingereicht

Wer sich in WebGL oder generell in die 3D-Grafikprogrammierung einarbeiten will, kommt an Shadern nicht vorbei. Bei Shadern handelt es sich wie gesagt um kleine Programme, die von der Grafikkarte interpretiert werden und die Informationen einer 3D-Szene beeinflussen können. Durch Vertex-Shader können die Eckpunkte (Vertices) und durch Fragment-Shader (auch Pixel-Shader genannt) die Pixelwerte verändert werden. Für Transformationen der Oberfläche kommt also der Vertex-Prozessor zum Einsatz, während für Farbveränderungen auf Pixel-Ebene der Fragment-Prozessor angesprochen wird.
Shader werden in der C-ähnlichen Programmiersprache GLSL geschrieben und machen Gebrauch von der Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte. OpenGL-Treiber müssen daher installiert sein.
Bei Adobe werden gerade wieder abgefahrene Ideen entwickelt und eine davon ist die Idee von CSS-Shadern: Damit sollen Shader also auch für DOM-Elemente mittels CSS möglich gemacht werden.

CSS shaders - Cinematic effects for the web

SVG-Filter sollen laut Adobe bald auch in HTML/CSS verfügbar (CSS-Attribut "filter") sein und CSS-Shader werden dann über eine Erweiterung der "Filter Effects" möglich sein. So können DOM-Elemente in ein Vertex-Mesh (also mehrere Polygone mit Eckpunkten) konvertiert und anschließend durch einen Vertex-Shader transfomiert werden. Bei der darauf folgenden Rasterung können die Pixel durch einen Fragment-Shader verändert werden, was Effekte wie "Gaußscher Weichzeichner" ermöglicht.
Adobe hat den Entwurf für CSS-Shader bei der W3C CSS-SVG Effects Task Force eingereicht und so könnten die Shader schon bald experimentell in WebKit eingesetzt werden.

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