201405Nov

Angular 2.0: Ausblick auf die Zukunft des Frameworks

Wer ab und zu auf der offiziellen AngularJS-Website vorbeischaut, wird eventuell auch das Video "Angular 2.0 Core by Igor Minar & Tobias Bosch at ng-europe 2014" gesehen haben. Die kommende Version 2.0, die frühestens Ende 2015 erwartet wird, zeichnet sich durch eine komplette Rundumerneuerung aus: An der Template-Engine hat sich Einiges getan, Web Components werden unterstützt und der neue Core basiert schließlich auf ES6 — genauer gesagt basiert er auf AtScript, einem TypeScript-Pendant von Google. Die Keynote zu AtScript findet sich bei YouTube. Natürlich wird AngularJS 2.0 auch nach ES5 kompilieren, um jetzige Browser zu unterstützen.

AngularJS - Superheroic JavaScript MVW Framework

Auch der Einsatz des jqLite-Wrappers wird optional, da Angular 2.0 auf neue Browser-Technologien ausgelegt sein wird. Diese beinhalten moderne DOM-Methoden, Web Components, Shadow DOM, Object.observe(), ES6 und ES7. Das sind die Funktionalitäten, die Angular bereits jetzt größtenteils abgedeckt und simuliert. Mit Object.observe() etwa werden Zwei-Wege-Data-Bindings nativ möglich sein und viele weitere Bereiche werden Angular in seiner jetzigen 1.x-Form ablösen. Die Community ist hier derzeit gespalten, da sich eine Migration von 1.x auf 2.x sehr komplex gestalten wird. An die Anpassungen, die Angular-Frameworks wie Ionic vornehmen müssen, ist hier noch garnicht zu denken.
Es gibt natürlich kritische Stimmen, die die negativen Seiten des MVW-Frameworks beleuchten und auch widerlegen. Doch viele der Punkte werden in Angular 2.0 nicht mehr relevant sein, da es beispielweise kein $scope mehr geben wird. Entgegen einiger Meinungen hat die Erfahrung gezeigt, dass sich AngularJS hervorragend für größere Projekte, mobile WebApps (PhoneGap/Cordova) oder gar Desktop-Anwendungen eignet und durch eventuell notwendige Optimierungen eine solide Arbeitsweise an den Tag legt.