201307Apr

Chrome: Bald eigene Rendering-Engine namens Blink

Ende letzter Woche sorgte Google für etwas Aufsehen bei seinem Browser Chrome: Das Unternehmen will in rund 10 Wochen die Rendering-Engine des Webbrowsers von WebKit auf eine eigene Engine namens "Blink" umstellen. Mit Version 28 von Chrome soll die Engine dann auf allen Plattformen ausgeliefert werden. Bei "The Next Web" findet sich die Frage-und-Antwort-Runde mit den Entwicklern und Details zur Engine-Änderung.

Google Chrome

So dürften laut dem Artikel auch die Richtlinien von Apples iOS eine Rolle spielen, denn hinsichtlich der Browser-Entwicklung erlaubt Apple lediglich die Verwendung der UIWebView-Klasse, die ausschließlich das Rendern über die WebKit-Engine ermöglicht. Aus dem gleichen Grund hat man sich bei Mozilla dazu entschieden, keinen Browser für iOS zu entwickeln, da man auch hier die eigene Rendering-Engine (also Gecko) einsetzen will.
Bei Googles Blink handelt es sich um einen Fork von WebKit, der ebenfalls als Open-Source-Projekt veröffentlicht werden wird. Es wird bei der Engine verstärkt auf die Unterstützung einer Multi-Prozess-Architektur gesetzt, was auch ein Grund für die Entwicklung der Engine war.
Die Blink-Engine ist angeblich schon in den Canary-Builds enthalten, wobei auf der "chrome://version"-Seite im UserAgent-String noch die Bezeichnung "AppleWebKit" zu finden ist.