201011Mär

Code Bubbles: Konzept für Entwicklungsumgebung

Die Entwicklung von komplexen Anwendungen oder Funktionen erfordert eine durchdachte und gut organisierte Code-Struktur. Sicherlich dürfte diese Thematik im Bereich der grundlegenden Frontend-Entwicklung mit HTML, CSS und JavaScript nur ansatzweise eine Rolle spielen, da in der Regel keine Module, Klassen, Methoden oder andere objektorientierte Aspekte benötigt werden. Dennoch ist es interessant zu sehen, was sich in der Welt der Entwicklungsumgebungen (IDEs) tut. Andrew Bragdon arbeitet im Department of Computer Science an einem Projekt, welches das Grundmodell einer IDE neu erfinden will. Mit dem "Code Bubbles Project" wird versucht, die Zusammenhänge und Strukturen einer Java-Anwendung übersichtlich darzustellen. Dabei wird auf die Visualisierung der Bestandteile gesetzt, die als Blasen (Bubbles) angezeigt werden.

Code Bubbles Project

In einem Video wird demonstriert, wie es sich mit der Entwicklungsumgebung arbeiten lässt. Entwickler können auf einer nicht limitierten Arbeitsfläche beliebig viele Fragmente (also Klassen, Methoden, usw.) anlegen und den Sichtbereich frei bewegen oder vergrößern. Die Codeblöcke können zudem mit Kommentaren versehen werden. Dabei steht die Übersichtlichkeit des Codes im Vordergrund. Das Video zeigt sehr schön, was mit einer derartigen IDE möglich ist.
Interessierte können sich für die Beta-Version anmelden und sich selbst überzeugen. Den Ansatz der grafischen Darstellung verfolgt man teilweise in dem Editor Sublime Text, der an der Seite eine Miniatur-Ansicht des Codes zur Navigation anbietet.

UPDATE
Das Projekt ist inzwischen auch unter dem Namen Debugger Canvas für Visual Studio erhältlich.