200916Sep

Contrast-A: Gute Kontraste für Screendesign

Lesbarkeit und Kontrast sind zwei wichtige Punkte, wenn es um Textgestaltung geht. Bildschirmschriftarten können sehr schnell unlesbar werden — zwar brechen wie bei Druckerzeugnissen keine Flächen oder Konturen durch Druckfarbe weg (Über- bzw. Unterfüllung), jedoch können Subpixel (halbtransparente Pixel, die zur Kantenglättung dienen) durch zu kleine Schriftgrößen oder schlechte Kontraste schwer erkennbar werden. Dass man bei Screendesign auf Serifenschriften im Fließtext verzichten sollte, dürfte allgemein bekannt sein.
Unabhängig von der Schriftart und -größe ist der gewählte Kontrast das entscheidende Kriterium. Dieser sollte nicht zu stark aber auch nicht zu monoton sein. Um einen guten Kontrast zwischen zwei Farben zu finden, lässt sich nun das Tool Contrast-A nutzen. Die schicke Adobe AIR-Anwendung von Annika Hamann bietet viele Optionen, um den bestmöglichen Farbkontrast zu ermitteln. Dabei werden die Richtlinien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 und 1.0 eingehalten.

Contrast-A

Das Verhältnis der beiden gewählten Farben wird von dem Programm analysiert und ausgewertet. Durch Symbole wird signalisiert, wie gut sich der Kontrast eignet — berücksichtigt werden normale Sehfähigkeiten, Rotgrünblindheit, Grünblindheit, Blaublindheit oder generelle Farbenblindheit.
Die Farbkombinationen können als Paletten gespeichert und exportiert (PDF) werden. Der Kontrast lässt sich bei Bedarf gleich an einem Beispieltext testen. Beeindruckend sind auch die Schwellenwerte, die angezeigt werden können (Visualize Thresholds).
Die Auswahl der Farben ist zwar nicht so komplex wie bei ColoRotate, aber die Farbwähler erfüllen ihren Zweck voll und ganz. Das Werkzeug ist sehr nützlich, wenn es um die Wahl von Vorder- und Hintergrundfarben bei Texten geht.