200902Feb

Cufón: Schnelle Typeface-Alternative

Um eigene Schriftarten auf Websites benutzen zu können, gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten. Das erste und bekannteste Script zum Verwenden von individuellen Schriftarten lieferte Mike Davidson mit sIFR — hier wird jedoch Flash und JavaScript beim Benutzer benötigt, um die generierten Schriftarten anzeigen zu können. Dafür lässt sich der generierte Text markieren und kopieren.
Die nächste Lösung für mehr Individualismus läuft unter dem Namen "FLIR": Facelift Image Replacement. Cory Mawhorter nutzt in seinem Script PHP anstatt Flash, um die Bilddaten zu generieren. Der Nachteil: Der Text lässt sich im Gegensatz zu sIFR nicht markieren, da es sich um echte Bilder handelt.
Der dritte Lösungsweg nennt sich Typeface und stammt von David Chester. Dieses Script benutzt JavaScript, um die dynamische generierten Buchstaben auszugeben. Dabei muss der Benutzer die gewünschte Schriftart jedoch mithilfe eines Perl-Scripts des Programmierers in das Typeface-Format umwandeln.

Cufón

Nun gibt es eine weitere Möglichkeit von Simo Kinnunen: Cufón nennt sich das Projekt und benötigt lediglich JavaScript beim Benutzer. Der Programmierer verspricht ein schnelleres Generieren der Schriftarten, was momentan noch ein Manko all dieser Lösungen darstellt.
Bei Cufón muss die gewünschte Schriftart ebenfalls über ein Web-Interface des Entwicklers umgewandelt und anschließend per JavaScript eingebettet werden. Es lassen sich drei Schriftstile (normal, fett und kursiv) hochladen und auch die Anzahl der einzubettenden Zeichen lässt sich begrenzen.

Unabhängig von den oben genannten Lösungen ist die Tatsache, dass man für kommerzielle Schriftarten (wie z.B. Frutiger, Univers, Optima oder Futura) eine entsprechende Lizenz benötigt und eine solche Schrift nicht ohne Weiteres benutzen kann. Auf Seiten wie Dafont oder Font Reactor lassen sich jedoch etliche Schriftarten herunterladen, deren Lizenzbestimmungen das Verwenden für derartige Zwecke erlauben.