201113Nov

Firefox 10: Eingebaute Tools für Webentwickler

Auf der Channel-Seite von Mozilla finden sich seit einiger Zeit die verschiedenen Firefox-Versionen, zu denen neben der stabilen Variante auch die Beta- und Aurora-Versionen zählen. Der aktuelle Aurora-Release stellt Firefox 10 dar und so können Interessierte schon jetzt testen, was die zukünftige Version des Mozilla-Browsers leistet. Neben einer Vollbilld-API (z.B. verwendbar für HTML5-Videos) und Anti-Aliasing für CSS3-3D-Transformationen und WebGL bietet Firefox 10 auch neue Entwicklerwerkzeuge, die an Tools wie Firebug angelehnt sind. Damit wird der kommende Firefox von Haus aus mit einem Inspektor ausgestattet sein, der diverse Möglichkeiten bietet. Die konkurrierenden Webbrowser bieten derartige Entwicklertools schon seit geraumer Zeit.

Firefox 10 - Aurora

So lassen sich DOM-Elemente per Mausklick anwählen und in einer separaten Ansicht betrachten. Allerdings können zum aktuellen Zeitpunkt im Gegensatz zu Firebug nur Attribute geändert werden. Ein Inspektor für CSS-Stile ist ebenfalls integriert und die Darstellung erinnert an Google Chrome oder Safari: Attribute können per Auswahlfeld an- und abgeschaltet werden. Das "Properties"-Panel gibt Aufschluss darüber, in welchen Dateien die Stile definiert wurden. Leider fehlt aktuell bei den CSS-Regeln noch eine Scrollbar, so dass die Liste nicht komplett betrachtet werden kann.
Zusätzlich kann mit dem "Scratchpad" JavaScript-Code ausgeführt werden. Dieser Editor bietet auch Möglichkeiten zur Inspizierung und jQuery ist ebenfalls an Bord.
Insgesamt hinterlassen die neuen Entwicklerwerkzeuge einen positiven Eindruck, wobei Firebug klar überlegen ist. Das könnte sich aber in zukünftigen Versionen noch ändern.

Kommentare

Webmasterle schrieb am 14.11.2011 #1

"Neben einer Vollbilld-API (z.B. verwendbar für HTML5-Videos) …"

Hoffentlich mit automatischem Hinweis (wie bei Flash), dass es sich um Vollbild handelt, sonst wird das ein nettes Phishing Tool das einfach das gesamte GUI nachbildet…

Matthias schrieb am 14.11.2011 #2

"Hoffentlich mit automatischem Hinweis (wie bei Flash), dass es sich um Vollbild handelt, sonst wird das ein nettes Phishing Tool das einfach das gesamte GUI nachbildet…"

Das wäre verheerend. Ich konnte die API noch nicht testen, werde das aber nachholen. So etwas wäre natürlich wie ein offenes Scheunentor für die Phishing-Gemeinde…

Webmasterle schrieb am 15.11.2011 #3

Chrome in der aktuellen Release-Version unterstützt die Fullscreen-API bereits und zeigt bei der Nutzung oben in der Mitte kurz einen Hinweis in hellgrauer Schrift auf schwarzem Hintergrund an der dann nach oben rausfährt.

Aurora habe ich nicht getestet.