200927Mai

FontJazz: Weitere Lösung für eigene Schriftarten

Mit FontJazz liefert Rasmus Schultz eine neue Möglichkeit, individuelle Schriftarten auf Websites zu integrieren. Bei dieser Lösung werden einfache Bilder benutzt, um die Zeichen darzustellen.
Nachdem man auf der Website die gewünschte Schriftart hochgeladen hat, kann man verschiedene Einstellungen vornehmen: Schriftgröße (10 bis 100) und -farbe sowie Hintergrundfarbe können mittels Farbwähler definiert werden. Anschließend wird ein GIF-Bild generiert, welches alle ausgewählten Zeichen der hochgeladenen Schriftart (mit Basis-Farbe auf transparentem Hintergrund) enthält. Zudem wird die JavaScript-Datei "font.js" erstellt, welche zusammen mit der FontJazz-Bibliothek (fontjazz.js) in den <head>-Bereich der entsprechenden Seite eingebunden werden muss. Eine Hilfestellung dazu gibt es auf der FontJazz-Seite.

FontJazz

FontJazz ist zwar eine weitere Methode, Websites mit eigenen Schriftarten aufzuwerten, allerdings hat die JavaScript-Bibliothek viele Einschränkungen. Da zur dynamischen Ersetzung von Textbausteinen Bilder eingesetzt werden, sind keine weiteren Farben (z.B. für einen MouseOver-Effekt) möglich. Außerdem wird durch FontJazz schon die Größe der Schrift festgelegt, so dass auch hier keine Spielereien mehr erlaubt sind. Die aktuelle Version von Cufón unterstützt beispielsweise schon Kerning-Einstellungen.

Für Navigationen oder variable Textelemente stellt FontJazz sicher keine optimale Lösung dar. In derartigen Fällen ist die Verwendung von Cufón oder Typeface empfehlenswert — bei diesen JavaScript-Lösungen ist jedoch Vorsicht geboten, da nicht alle Herausgeber von Schriftarten das Einbetten der Zeichen erlauben. FontJazz generiert statische Bilder und dürfte zumindest in dieser Hinsicht rechtssicherer sein.
Wenn man eigene Fonts auf einer Website nutzen will (etwa für Headlines) und die Größe feststeht, kann man durchaus zu FontJazz greifen. Das Script ist sehr kompakt und erfüllt seinen Zweck bis zu einem gewissen Grad.

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