200929Jan

Internet Explorer 6 Test Suite

Beim Entwickeln einer Website ist die Optimierung der Seite auf verschiedene Browser meistens Pflicht — es kommt natürlich auf den Kunden an, jedoch wird in vielen Fällen die Lauffähigkeit auf dem immer noch am häufigsten genutzten Browser vorausgesetzt. Im Grunde liegt die eigentliche Wahl des Vorgehens beim Webentwickler (Webdeveloper, Frontend-Programmierer) selbst, indem er die Prioritäten für das Testen und Korrigieren der verschiedenen Browser festlegt. Eine Methode könnte beispielsweise sein, dass man die zu entwickelnde Website ab einem gewissen Status zuerst in Firefox betrachtet und anschließend die Darstellungsdifferenzen des CSS-Renderings für den Internet Explorer 6 anpasst. Natürlich könnte man die Seite auch zuerst auf der Basis des Microsoft-Browsers entwickeln, doch das kommt wie gesagt auf den Programmierer und die Kundenvorgaben an.
Unabhängig von der Wahl des Vorgehens gibt es nun auch verschiedene Varianten, wie man Version 6 des Internet-Erforschers überhaupt ordentlich benutzt.

Internet Explorer 6 und 7

Diejenigen, die mit Windows XP arbeiten, können den Vorteil genießen, dass sich die Installation des Internet Explorer 7 unterdrücken bzw. ablehnen lässt. Somit kann man die vorinstallierte Version 6 einfach weiter benutzen. Um seine Websites dann in Internet Explorer 7 betrachten und optimieren zu können, bietet sich hier die Möglichkeit der Standalone-Version des Internet Explorers 7. Die Version kann auf der Website von TredoSoft heruntergeladen werden und funktioniert im Grunde einwandfrei. Dennoch gibt es ein paar kleine Einschränkungen, da es sich lediglich um einen "Internet Explorer-Aufsatz" handelt. Das Version 7-Rendering wird jedoch voll unterstützt. Diese Methode ist eigentlich eine sehr gute Möglichkeit, beide Versionen des Microsoft-Browsers parallel zu betreiben. Allerdings arbeitet man bei dieser Variante nicht mit der "echten" Version des Internet Explorer 7.

Der zweite Fall, der auftreten könnte, ist das Benutzen von Windows Vista. Hier sieht die Sache wieder etwas anders aus, da Internet Explorer 7 bei Windows Vista vorinstalliert ist. Somit fehlt Version 6 des Browsers vollständig. Nun gibt es auch für dieses Problem eine Art "Lösung" — eine Standalone-Version des Internet Explorer 6. Sie kann auf der Seite von Evolt heruntergeladen werden. Doch auch bei dieser Version gibt es Einschränkungen: So wird beispielsweise die JavaScript-Engine des Internet Explorer 7 benutzt und transparente PNG-Bilder werden plötzlich auch unterstützt. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Standalone-Version nicht sehr stabil läuft.

Beide Lösungsansätze für das gleichzeitige Betreiben beider Browser-Versionen haben also ihre Nachteile. Daher gibt es nun eine dritte Möglichkeit, die einen guten Kompromiss darstellen soll. Dabei handelt es sich um eine Simulation eines Windows XP-Systems, das innerhalb des bestehenden Betriebssystems gestartet wird. Das Benutzen eines virtuellen Betriebssystems wird durch die kostenlos erhältliche Software Virtual PC 2007 von Microsoft möglich. Das Tolle ist nun, dass Microsoft fertige Pakete für seine Virtualisierungssoftware bereitstellt, die ein Windows XP-System mit installiertem Internet Explorer 6 oder 7 simulieren. Die Pakete können auf der Microsoft-Website heruntergeladen werden und sind lauffähig bis April 2009. Ab diesem Datum wird Microsoft die virtuellen Pakete womöglich aktualisieren und den Nutzungszeitraum erneut erweitern.
Diese Lösung ist meiner Meinung nach die sauberste Lösung, da beide Versionen des Internet Explorers in ihrer Originalfassung genutzt werden können und somit keine Einschränkungen oder Unschönheiten hingenommen werden müssen.

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