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201209Feb

Adobe: Photoshop CS6 und seinen Neuerungen

Adobe arbeitet schon seit einiger Zeit an der neuen Version von Photoshop, die in den Adobe-Blogs als "Photoshop.next" bezeichnet wird. Schon im Oktober 2011 tauchten erste Infos und Screenshots zu der kommenden Version der Bildbearbeitungssoftware auf und mittlerweile wurden schon 3 Sneak Peek-Videos veröffentlicht. Die Videos zeigen verschiedene Neuerungen, wobei im letzten Sneak Peek-Video die Möglichkeit von durchgezogenen und gestrichelten Linien (ähnlich wie in Illustrator) demonstriert wird.

Adobe Photoshop CS6 - Vorschau der neuen Oberfläche

Photoshop CS6 wird mit einem dunklen Farbschema kommen, das an Aperture oder After Effects angelehnt ist. Der "Verflüssigen"-Filter erhält Hardwarebeschleunigung, ein Deblurring-Filter sowie Perspective Cropping, Background-Saving, Rich Cursor Support, ein überarbeitetes Camera Raw-Modul und verbesserte 3D-Funktionalitäten gehören zu den primären Neuerungen der Software. So wird durch das Background-Saving der Speicherprozess im Hintergrund durchgeführt, wodurch ein Weiterarbeiten möglich ist. Die Videos zeigen die Neuerungen im Detail.
Mit der Create Suite 6 ist laut Adobe Mitte des Jahres zu rechen. Gleichzeitig will man die Adobe Creative Cloud starten, die ein Leasing der Adobe-Produkte darstellt und 49,99 USD im Monat kosten soll.

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201231Jan

Adobe: Entwurf für CSS3-Shader eingereicht

Wer sich in WebGL oder generell in die 3D-Grafikprogrammierung einarbeiten will, kommt an Shadern nicht vorbei. Bei Shadern handelt es sich wie gesagt um kleine Programme, die von der Grafikkarte interpretiert werden und die Informationen einer 3D-Szene beeinflussen können. Durch Vertex-Shader können die Eckpunkte (Vertices) und durch Fragment-Shader (auch Pixel-Shader genannt) die Pixelwerte verändert werden. Für Transformationen der Oberfläche kommt also der Vertex-Prozessor zum Einsatz, während für Farbveränderungen auf Pixel-Ebene der Fragment-Prozessor angesprochen wird.
Shader werden in der C-ähnlichen Programmiersprache GLSL geschrieben und machen Gebrauch von der Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte. OpenGL-Treiber müssen daher installiert sein.
Bei Adobe werden gerade wieder abgefahrene Ideen entwickelt und eine davon ist die Idee von CSS-Shadern: Damit sollen Shader also auch für DOM-Elemente mittels CSS möglich gemacht werden.

CSS shaders - Cinematic effects for the web

SVG-Filter sollen laut Adobe bald auch in HTML/CSS verfügbar (CSS-Attribut "filter") sein und CSS-Shader werden dann über eine Erweiterung der "Filter Effects" möglich sein. So können DOM-Elemente in ein Vertex-Mesh (also mehrere Polygone mit Eckpunkten) konvertiert und anschließend durch einen Vertex-Shader transfomiert werden. Bei der darauf folgenden Rasterung können die Pixel durch einen Fragment-Shader verändert werden, was Effekte wie "Gaußscher Weichzeichner" ermöglicht.
Adobe hat den Entwurf für CSS-Shader bei der W3C CSS-SVG Effects Task Force eingereicht und so könnten die Shader schon bald experimentell in WebKit eingesetzt werden.

201221Jan

Adobe Edge: Preview 4 mit Symbolen und Web-Fonts

Adobe arbeitet kräftig an seinem neuartigen Animationswerkzeug für HTML5- und CSS3-Animationen. Kurz vor Weihnachten wurde ein Trailer veröffentlicht, in dem die neuen Features der vierten Preview-Version gezeigt wurden. Nun wurde das Preview 4 von Edge veröffentlicht und steht zum Download bereit. Auf der Features-Seite können die Neuerungen eingesehen werden. Unter der Haube wurden etliche Verbesserungen hinsichtlich Performance und Stabilität eingearbeitet und auch im Interface gibt es interessante Erweiterungen.

Adobe Edge Preview 4 - HTML5 tools, Animation tools

So wurden "Symbole" eingeführt, wie man sie aus Flash Professional kennt: Objekte auf der Bühne können also in einem Container verpackt und ineinander verschachtelt werden. Dadurch wird das Erstellen von komplexeren Animationen wesentlich vereinfacht und die Übersicht auf der Bühne wird verbessert.
Weiterhin können nun Web-Fonts eingebettet werden — da Typekit inzwischen zu Adobe gehört, ist eine Einbindung von Typekit-Fonts entsprechend einfach. Unterstützt werden hier neben den bezahlten "Token"-Services auch Offline-Font-Packages (wie FontSquirrel) oder verlinkbare Font-Services wie Google Web Fonts.
Auch die restlichen Neuerungen können sich sehen lassen, so dass Edge immer mehr zu einem wichtigen Werkzeug für moderne HTML/CSS-Animationen wird.

201126Okt

Adobe Edge: Preview 3 mit Actions und Labels

Vor einigen Monaten hatte Adobe mit einem neuartigen HTML/CSS-Animationswerkzeug namens Edge Aufmerksamkeit erregt: Die Anwendung bietet die Möglichkeit, HTML- oder CSS-Animationen durch eine intuitive Oberfläche zu erstellen. Edge ist After Effects in seinem Aufbau ähnlich und macht das manuelle Animieren von Elementen mittels Code überflüssig. Objekte können also einfach per Timeline und Keyframes transformiert werden.

Adobe Edge Preview 3

Kürzlich erschient die dritte Preview-Version des Tools, das inzwischen durch etliche Features aufgewertet wurde. In der aktuellen Version wurden Actions integriert, die auch das Einbinden von Interaktionen ermöglichen. Actions sind also gleichzusetzen mit Events und können durch die Adobe Edge Runtime API angesprochen werden.
Adobe ist also bemüht, die neuartige Anwendung mit modernen Features auszustatten, so dass es durchaus als interessante Möglichkeit anzusehen ist, mit der sich HTML/CSS-Animationen in einer grafischen Benutzeroberfläche erstellen lassen. Fertige Beispiele und Demos stellt Adobe übrigens auch bereit.

201121Okt

Adobe: Verwackelte Bilder per Klick wiederherstellen

Wer die Adobe MAX 2011 oder den Photoshop-Weblog verfolgt hat, wird von der Technologie schon gelesen haben: Adobe arbeitet derzeit an einem Verfahren (Deblurring), mit dem sich verwackelte Bilder wiederherstellen lassen, so dass der zu sehende Inhalt klar zu erkennen ist. Der Artikel im Photoshop.com-Blog beschreibt die Entstehung der Technologie. Das Wort "deblur" gibt es zwar nicht im Wörterbuch, lässt aber erahnen, worum es sich handelt.

Behind All the Buzz - Deblur Sneak Peek

Es handelt es sich momentan noch um einen Prototyp der Technologie, da ein Foto mehrere Arten von Unschärfe aufweisen kann. Zum einen entstehen unscharfe Bereiche durch Verwacklungen beim Fotografieren und zum anderen können bewegte Objekte im Bild sein, die selbst eine Bewegungsunschärfe erzeugen. Daher gibt es mehrere Algorithmen, die unterschiedliche Arten von Unschärfe erkennen und korrigieren können. Allerdings funktioniert das noch nicht bei allen Bildern, da genügend scharfe Kanten vorhanden sein müssen.
Man darf gespannt sein, ob das Feature schon in Photoshop CS6 oder gar in Lightroom integriert sein wird. Dem Blog-Eintrag zufolge sieht es noch nicht so aus, da die Forscher von Adobe erst am Anfang stünden. Die Bilder aus dem Blog, welche den Effekt demonstrieren, wurden übrigens noch synthetisch (durch spezielle Software) erzeugt. Mehr Informationen zu dem Thema finden sich beispielsweise auf dieser Seite.
Ganz neu ist die Technik zudem nicht: Mit Topaz InFocus steht bereits günstige Software bereit, die das gleiche Prinzip verfolgt.

201116Aug

Adobe Muse: Weitere Layout-Software für Websites

Wer in der letzten Woche ein wenig in den Adobe-Blogs gestöbert hat, wird wahrscheinlich auf die AIR-Anwendung Muse gestoßen sein, die sich momentan in der Beta-Phase befindet und anschließend 24.99 USD pro Monat kosten wird.
Es handelt sich dabei um eine weitere Webdesign-Anwendung, die es Designern ohne HTML-Kenntnisse ermöglichen soll, ihre Designs für das Web umzusetzen. Im Prinzip ähnelt der Ansatz Adobes Flash Catalyst, der das gleiche Ziel verfolgt, allerdings Flash-Websites erstellt.

Muse - Create unique websites without writing code

Adobe Muse ist im Gegensatz zu Dreamweaver einfacher zu bedienen und bietet fertige Komponenten wie Tabs, Lightboxes oder Menüs, die nur noch auf die Arbeitsfläche gezogen und angepasst werden müssen. In der oberen Symbolleiste finden sich die Punkte "Plan", "Design", "Preview" und "Publish", mit denen sich auch gleich eine ganze Seitenstruktur aufbauen lässt. Muse erlaubt es zudem, eigenen HTML-Code einzufügen. Wer nicht über ein Business Catalyst-Konto verfügt, kann die Website dennoch offline als HTML-Projekt exportieren: Im Quellcode finden sich neben vordefinierten Muse-Skripten auch Adobes JavaScript-Framework "Spry" sowie jQuery-Komponenten.
Für Print-Designer, die Web-Projekte umsetzen wollen, ist das Tool sicherlich interessant und einen Blick wert.

201101Aug

Adobe Edge: Animationswerkzeug für HTML5/CSS3

Nicht mehr ganz aktuell, aber wahrscheinlich für viele interessant, dürfte die nun veröffentlichte Preview-Version von Adobe Edge sein. Dabei handelt es sich um eine Software, die speziell auf die Animation von DOM-Elementen ausgelegt ist und dabei Gebrauch von HTML5, CSS3 und jQuery macht. Die aktuelle Benutzeroberfläche von Edge erinnert stark an After Effects und funktioniert ähnlich: Auf einer Bühne können Flächen (derzeit Rechtecke und abgerundete Rechtecke) oder Texte erzeugt und anschließend über eine Zeitleiste durch Keyframes animiert werden. Wer also schon mit After Effects, Flash oder Premiere gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden.

Adobe Edge Preview - HTML5 tools, Animation tools

Die Bedienung ist intuitiv und für Adobe typisch. Einfache Symbole und aufgeräumte Panels machen die Erstellung von Animation einfach. Elemente können durch CSS3-Attribute gedreht, skaliert oder rotiert werden, während für Bewegungen JavaScript zum Einsatz kommt. Manche Funktionen sind noch nicht ganz ausgereift und so können beispielsweise Keyframes in der Zeitliste nicht per Doppelklick geöffnet oder bearbeitet werden, wie man es von After Effects kennt. Es handelt es sich noch um eine Preview-Version, die in der Testphase kostenlos ist.
Die Quelltext-Ausgabe der Animationen ist ordentlich und die Dateigröße der "Edge"-Bibliothek ist mit rund 60 KB kompakt gehalten. Leider ist noch eine veraltete Version der jQuery-Bibliothek enthalten, was sich aber noch ändern dürfte. In einer JavaScript-Datei namens "Projekt-Name_edge.js" findet sich der gesamte JavaScript-Code, der für die Animation zuständig ist, in Form eines großen Arrays. Gespannt sein darf man übrigens auf das Fenster "Editor", das in der Preview-Version zwar als Menüpunkt vorhanden, aber nicht auswählbar ist.
Adobe Edge wurde zuvor unter dem Titel "Helium" entwickelt und dürfte eine direkte Antwort auf den Sencha Animator sein, der ein ähnliches Werkzeug darstellt. Wer sich noch ein paar ausgefallenere Beispiele ansehen will, die mit Edge erstellt wurden, kann sich Demos inklusive den Quelldateien auf dieser Seite ansehen.

201103Jan

Adobe Illustrator: Skripte für besondere Pfade

Vielen Designern dürfte bekannt sein, dass sich die Adobe-Anwendungen durch eigene Skripte erweitern lassen, die mit JavaScript entwickelt werden können. So bietet neben Photoshop vor allem Illustrator eine komfortable Skriptumgebung, die nicht zuletzt durch Scriptographer erweitert werden kann.
Gestern war ich auf der Suche nach einem Illustrator-Skript, mit dem sich alle ausgewählten Ankerpunkte in Eckpunkte umwandeln lassen. Nach kurzer Suche fand ich die Seite von S. Hiroyuki, auf der er etliche Skripte zum Download anbietet. Bei den Skripten handelt es sich um unterschiedliche Funktionen, die in erster Linie zur Optimierung und Modifikation bestehender Pfade dienen.

Hiroyuki - Scripts for Adobe Illustrator CS

So lassen sich beispielsweise ausgewählte Ankerpunkte abrunden oder mit gewünschten Objekten versehen ("Dup At Selected Anchors"). Weiterhin gibt es ein Skript, mit dem sich Metaballs, die eigentlich aus der dreidimensionalen Welt stammen, erstellen lassen. Zudem kann ein perfekter Kreis aus einer definierten Anzahl von Ankerpunkten erstellt werden.
Die Sammlung ist umfangreich und enthält viele interessante Skripte, die auf der Website mit Bildern erklärt werden. Der Autor führt einen Blog, auf dem er über seine Kreationen berichtet.