Tag: apple

201417Sep

Breach: Erweiterbarer Webbrowser auf Node.js-Basis

Mit Node.js und Chromium lassen sich die unterschiedlichsten Anwendungen umsetzen und ein Webbrowser liegt daher auf der Hand: Mit Breach steht nun ein erster moderner Ansatz bereit, der die beiden Projekt verbindet. Der Browser-Code besteht dementsprechend aus JavaScript-Modulen, während die Benutzeroberfläche mit HTML und CSS erzeugt wird. Interessant bei dem Browser-Konzept ist die Tatsache, dass es sich bei den Modulen und Node.js-Module handelt, die in Echtzeit installiert und aktiviert werden können. Auch Änderungen am Modul-Code können per Kontextmenü nachgeladen werden, ohne dass der Browser geschlossen werden muss.

Breach - A browser for the HTML5 era

Der aktuelle Stand von Breach kann sich bereits sehen lassen, auch wenn momentan nur die Kernmodule, wie etwa die Tabs, zu den Hauptmerkmalen zählen. Doch der Ansatz könnte sich in der kommenden Zeit zu einer Alternative für Entwickler mausern, da eigene Features schnell und einfach per npm hinzugefügt werden können. Breach steht aktuell leider nur für Mac OS X und Linux bereit, was sich jedoch ebenfalls ändern könnte. Das Projekt basiert auf der ExoBrowser-Plattform und diese lässt sich auch unter Windows kompilieren.
Wer dann noch nicht genug von Node.js hat, sollte sich Node OS ansehen — ein komplettes Betriebssystem, das auf einem Linux-Kernel und Node.js/npm basiert.

201231Okt

CrossOver: Windows-Anwendungen unter Mac OS X

Wer unter Mac OS X arbeitet, wird in der Regel für alle Zwecke ein entsprechendes Programm finden. In bestimmten Fällen besteht allerdings dennoch die Notwendigkeit für Windows-Anwendungen: Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, wie etwa ein Dual-Boot mit Bootcamp oder die Verwendung einer virtuellen Maschine durch Parallels. Die dritte Möglichkeit besteht in der nativen Ausführung von Windows-Programmen durch einen Emulator wie Wine. Hierbei wird unter Anderem die Win32-API simuliert, ohne dass dabei das ein installiertes Betriebssystem erforderlich ist. Eine etwas optimierte und benutzerfreundliche Variante von Wine stellt die Anwendung CrossOver dar, welche die einfache Verwendung von Windows-Anwendungen unter Mac OS X ermöglicht.

CrossOver - Notepad++ unter Mac OS X

CrossOver ist im Gegensatz zu Wine eine kommerzielle Software, die für etwa 50 EUR zu haben ist. Die Unterschiede zu Wine finden sich untere Anderem hier. Bis zum Ende dieses Tages (31. Oktober) steht CrossOver im Rahmen einer Aktion noch kostenlos zum Download bereit. Auf dieser Seite müssen lediglich Name und E-Mail-Adresse eingetragen werden, um anschließend den Download-Link für die Anwendung zu erhalten.

201208Feb

Mobile UI Patterns: Beispiele für mobile Anwendungen

Inspirationsquellen werden im Bereich des Webdesigns immer wichtiger, da hier stetig neue Trends entstehen. Seiten wie Pattern Tap, Design Meltdown oder MephoBox leisten hier sehr gute Dienste. Wer auch Inspirationen für mobile Anwendungen sucht, ist nun auch mit den Mobile UI Patterns gut bedient: Hier finden sich seit kurzem diverse Screenshots von iPhone-Anwendungen, die in unterschiedliche Kategorien eingeteilt sind.

Mobile UI Patterns

Mobile UI Patterns stellt eine sehr einfache Sammlung ohne besondere Such- oder Filtermöglichkeiten dar. Elemente können durch Kategorien angesehen werden — dazu zählen beispielsweise "Activity Feeds", "Dashboard Navigation", "Grouped Table Views" oder "Custom Tab Navigation".
Die Sammlung ist derzeit noch recht übersichtlich, dürfte aber mit der Zeit wachsen und gehört daher in die Lesezeichen.

201103Aug

Radi: HTML5-Animationen und -Videos erstellen

Die Verbreitung von HTML5/CSS3-Animationen ist in vollem Gange und durch Werkzeuge wie Adobe Edge oder den Sencha Animator ist es noch einfacher, derartige Animationen zu erstellen, da die DOM-Elemente per WYSIWYG-Editor bewegt werden können. Eher zufällig bin ich gestern auf ein Projekt gestoßen, das einen ähnlichen Ansatz verfolgt, aber den Fokus auf die Erstellung von HTML5-Videos und Canvas-Animationen legt. Leider ist die Beta-Software derzeit nur für Mac OS X zu haben, doch wer die Gelegenheit hat, sollte sich die Anwendung in jedem Fall ansehen. Es handelt sich um das Tool Radi, das wie eine klassische Animationssoftware aufgebaut ist: Es gibt eine Zeitliste und Objekte können mittels Keyframes animiert werden. Über die Werkzeugleiste lassen sich Rechtecke, Kreise, Pfade oder Texte auf der Bühne zeichnen und dank Canvas darstellen und animieren. Die Besonderheit liegt nun darin, dass dem Benutzer die Wahl gelassen wird, ob eine Animation im Canvas-Format oder als HTML5-Video ausgegeben wird.

Radi - Animationswerkzeug für Canvas-Animationen und HTML5-Videos

So können verschiedene "Top-Level"-Elemente erstellt werden (img, canvas, video und div), auf denen dann wiederum Unterobjekte wie Shapes, Bilder, Videos, Texte und auch JavaScript- oder HTML-Bausteine platziert werden können. Radi bietet einen Skript-Editor, mit denen Animationen (oder auch Interaktionen) nur durch die Programmierung von Canvas-Elementen erzeugt werden können. Weiterhin ist in Radi die Verwendung von "Conduit"-Effekten möglich: Bei der Conduit Suite handelt es sich um eine Compositing-Software des Entwicklers, die mit Nodes arbeitet und verschiedene Effekte ermöglicht. Dieses Modul ist in Radi integriert und so können Animationen mit erweiterten Video-Effekten versehen werden. Zudem ist ein Kurven-Editor integriert, der das Beschleunigen und Abbremsen von Animationen ermöglicht.

Radi - Animationswerkzeug für Canvas-Animationen und HTML5-Videos

Die Conduit-Effekte sind nur möglich, wenn die animierten Objekte einem Top-Level-Element des Typs "Video" untergeordnet sind. Die Anwendung exportiert fertige Projekte automatisch als gescriptete Canvas-Animationen oder als HTML5-Videos in den Formaten MP4, OGV und WebM. Optional können auch die Bedienelemente des video-Tags eingeblendet werden.
Damit ist Radi eine interessante Anwendung, die (obwohl noch in der Beta-Phase) schon jetzt richtungsweisende Möglichkeiten bietet und zukünftig sicherlich Verwendung finden wird, wenn es um die Erstellung von HTML5-Videos geht.

201107Jan

Editra: Alternative zu Notepad++ für Mac OS X

HINWEIS
Inzwischen gibt es mit CrossOver eine sehr elegante Lösung für das Betreiben von Windows-Anwendungen unter Mac OS X. Notepad++ wird hierbei sehr gut unterstützt.

Wer unter Windows Notepad++ verwendet und auch in Mac OS X arbeitet, wird eine portierte Version des Editors vergeblich suchen: Den beliebten Code-Editor gibt es nur für das Windows-Betriebssystem und eine einfache Portierung für Mac OS X ist nicht möglich. Zwar lässt sich die Anwendung mit etwas Geduld und dem Emulator Wine starten, doch hier stellen vor allem Performance-Probleme ein Hindernis dar.
Für Mac OS X gibt es inzwischen viele freie Code-Editoren, die unterschiedlich gut ausgestattet sind. Wer es minimalistisch und modern mag, kann die neueste Kreation Kod ausprobieren, die Snow Leopard voraussetzt. Für Entwickler, die möglichst kein Feature von Notepad++ vermissen wollen, gibt es eine vielversprechende Lösung, die sich Editra nennt.

Editra

Der Editor dürfte keine Wünsche offen lassen und überzeugt durch Funktionen, die auch Notepad++ zu einer starken Anwendung machen:

  • mehrere Ansichten in einem Fenster
  • erweiterte Zeilenmanipulationen
  • integrierter Datei- und Projektbrowser
  • Code-Folding
  • anpassbare Themes
  • konfigurierbare Keyboard-Shortcuts
  • Lesezeichen
  • Autovervollständigung
  • Plugins (zum Beispiel ein Code-Browser)
  • Suchfunktion mit regulären Ausdrücken
  • Kommentar-Funktion (Ein- und Auskommentieren per Shortcut)

Editra unterstützt sämtliche Programmier- und Skriptsprachen und ist zudem in verschiedenen Landessprachen verfügbar. Das Programm ist auf jeden Fall einen Blick wert und auch Windows- oder Linux-Benutzer können sich von dem Editor überzeugen.

200906Okt

Flash auf dem iPhone: Es geht doch

Für einen Knalleffekt sorgte Adobe gestern auf der MAX 2009: Mit dem kommenden Flash Professional CS5 soll es endlich möglich sein, Flash-Anwendungen für das iPhone entwickeln und über Apples App Store vertreiben zu können. Bei den Applikationen handelt es sich nicht um typische Flash-Dateien (SWF), sondern um native iPhone-Anwendungen, die mit Flash Professional CS5 direkt erstellt bzw. exportiert werden können. Eine detaillierte Beschreibung gibt es bei der Adobe Developer Connection.
Für eine Veröffentlichung in dem virtuellen Apple-Kaufhaus ist dennoch die Teilnahme am iPhone Developer Program erforderlich, welche 99 USD zu Buche schlägt. Das iPhone SDK kann kostenlos heruntergeladen werden und ist sehr komfortabel in der Benutzung — der iPhone-Simulator leistet ganze Arbeit, wobei das virtuelle Telefon weder gedreht noch geneigt werden kann (lediglich ein "Schütteln" ist möglich). Man darf gespannt sein, wie der Simulator in Flash Professional CS5 aussehen wird.

Adobe Labs - Flash Professional CS5

Wie auf John Nacks Blog zu lesen ist, wurde die Performance von Flash um 87% erhöht und der Speicherbedarf um 55% verringert. Erst kürzlich verkündete Adobe, dass Version 10.1 des Flash-Players für mobile Geräte verfügbar gemacht werden soll.
Nichtsdestotrotz untersagt die iPhone SDK-Lizenz weiterhin, den Flash-Player (oder Adobe AIR) per Runtime in der Safari-Version des iPhones auszuführen. Die Spannungen zwischen Apple und Adobe bestehen also weiterhin — dennoch möchte Apple seinen Kunden die bestmögliche Erfahrung bieten, was durch Flash-Applikationen auf jeden Fall gewährleistet wäre. Auf der Adobe Labs-Website gibt es bereits fertige Demo-Anwendungen, die sich per App Store installieren lassen.
Weiterhin gibt es in den Labs neue Beta-Versionen von Adobe Flash Catalyst und Adobe Flash Builder 4.

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200903Okt

HTML/CSS: Safari ist nicht gleich Safari

Mit der Veröffentlichung von Safari für Windows hatte Apple den globalen Browsermarkt erneut beeinflusst. Der WebKit-Browser glänzt durch eine flotte JavaScript-Engine und tolle Entwicklertools. Die aktuelle Version 4 des Browsers läuft im Gegensatz zur ersten Beta-Version recht stabil (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Wenn man Webprojekte für Kunden erstellt und diese einen Apple-Computer benutzen, empfiehlt sich das Testen der Website in Safari unter Mac OS X. Man könnte meinen, dass die Windows-Version identisch mit der Mac-Software ist: Theoretisch ist das der Fall, allerdings ist ein Webbrowser an die Darstellungsmethoden des laufenden Betriebssystems gebunden. Das betrifft vor allem die Berechnungsmethode, die zur Kantenglättung (Anti-Aliasing) benutzt wird. Dem Cocoa-Rendering von Mac OS X steht "ClearType" von Windows (XP und aufwärts) entgegen. Die Subpixel werden von beiden Engines unterschiedlich berechnet und so kann es daher auch zu Darstellungsunterschieden kommen. Diese Unterschiede zeichnen sich vor allem durch die Strichstärke und somit durch die Breite der einzelnen Zeichen aus. Auch wenn man per CSS die Breite eines Containers fest definiert, kann der Text in Safari unter Windows und Mac OS X unterschiedlich laufen, wie die Abbildung zeigt:

Safari Windows / Mac OS X

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200907Sep

Mac OS X: Snow Leopard mit Gamma 2.2

Manche werden es schon bemerkt haben oder sind vielleicht über den Artikel von John Nack gestolpert: Mit Mac OS X 10.6 wurde der Standard-Gammawert von 1.8 auf 2.2 (Windows-Standard) erhöht. Damit erscheinen Websites, die für den Gammawert 1.8 und Mac OS X optimiert wurden, dunkler. Der Gammawert kann verwirrend sein, denn ein höherer Wert bedeutet einen stärkeren Kontrast, welcher die Darstellung insgesamt dunkler erscheinen lässt.
Wer "Adobe Gamma" installiert hat, kann den Effekt sehr gut über das Auswahlmenü simulieren, da dort die Windows- und Mac-Standards definiert sind.

Adobe Gamma unter Windows

Mehr über Gammakorrektur lässt sich bei Wikipedia nachlesen.
Im Endeffekt ist der Unterschied marginal — dennoch sollte man über die Änderung informiert sein, da es nun einen einheitlichen Gammawert gibt.

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