Tag: apple

200906Okt

Flash auf dem iPhone: Es geht doch

Für einen Knalleffekt sorgte Adobe gestern auf der MAX 2009: Mit dem kommenden Flash Professional CS5 soll es endlich möglich sein, Flash-Anwendungen für das iPhone entwickeln und über Apples App Store vertreiben zu können. Bei den Applikationen handelt es sich nicht um typische Flash-Dateien (SWF), sondern um native iPhone-Anwendungen, die mit Flash Professional CS5 direkt erstellt bzw. exportiert werden können. Eine detaillierte Beschreibung gibt es bei der Adobe Developer Connection.
Für eine Veröffentlichung in dem virtuellen Apple-Kaufhaus ist dennoch die Teilnahme am iPhone Developer Program erforderlich, welche 99 USD zu Buche schlägt. Das iPhone SDK kann kostenlos heruntergeladen werden und ist sehr komfortabel in der Benutzung — der iPhone-Simulator leistet ganze Arbeit, wobei das virtuelle Telefon weder gedreht noch geneigt werden kann (lediglich ein "Schütteln" ist möglich). Man darf gespannt sein, wie der Simulator in Flash Professional CS5 aussehen wird.

Adobe Labs - Flash Professional CS5

Wie auf John Nacks Blog zu lesen ist, wurde die Performance von Flash um 87% erhöht und der Speicherbedarf um 55% verringert. Erst kürzlich verkündete Adobe, dass Version 10.1 des Flash-Players für mobile Geräte verfügbar gemacht werden soll.
Nichtsdestotrotz untersagt die iPhone SDK-Lizenz weiterhin, den Flash-Player (oder Adobe AIR) per Runtime in der Safari-Version des iPhones auszuführen. Die Spannungen zwischen Apple und Adobe bestehen also weiterhin — dennoch möchte Apple seinen Kunden die bestmögliche Erfahrung bieten, was durch Flash-Applikationen auf jeden Fall gewährleistet wäre. Auf der Adobe Labs-Website gibt es bereits fertige Demo-Anwendungen, die sich per App Store installieren lassen.
Weiterhin gibt es in den Labs neue Beta-Versionen von Adobe Flash Catalyst und Adobe Flash Builder 4.

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200903Okt

HTML/CSS: Safari ist nicht gleich Safari

Mit der Veröffentlichung von Safari für Windows hatte Apple den globalen Browsermarkt erneut beeinflusst. Der WebKit-Browser glänzt durch eine flotte JavaScript-Engine und tolle Entwicklertools. Die aktuelle Version 4 des Browsers läuft im Gegensatz zur ersten Beta-Version recht stabil (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Wenn man Webprojekte für Kunden erstellt und diese einen Apple-Computer benutzen, empfiehlt sich das Testen der Website in Safari unter Mac OS X. Man könnte meinen, dass die Windows-Version identisch mit der Mac-Software ist: Theoretisch ist das der Fall, allerdings ist ein Webbrowser an die Darstellungsmethoden des laufenden Betriebssystems gebunden. Das betrifft vor allem die Berechnungsmethode, die zur Kantenglättung (Anti-Aliasing) benutzt wird. Dem Cocoa-Rendering von Mac OS X steht "ClearType" von Windows (XP und aufwärts) entgegen. Die Subpixel werden von beiden Engines unterschiedlich berechnet und so kann es daher auch zu Darstellungsunterschieden kommen. Diese Unterschiede zeichnen sich vor allem durch die Strichstärke und somit durch die Breite der einzelnen Zeichen aus. Auch wenn man per CSS die Breite eines Containers fest definiert, kann der Text in Safari unter Windows und Mac OS X unterschiedlich laufen, wie die Abbildung zeigt:

Safari Windows / Mac OS X

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200907Sep

Mac OS X: Snow Leopard mit Gamma 2.2

Manche werden es schon bemerkt haben oder sind vielleicht über den Artikel von John Nack gestolpert: Mit Mac OS X 10.6 wurde der Standard-Gammawert von 1.8 auf 2.2 (Windows-Standard) erhöht. Damit erscheinen Websites, die für den Gammawert 1.8 und Mac OS X optimiert wurden, dunkler. Der Gammawert kann verwirrend sein, denn ein höherer Wert bedeutet einen stärkeren Kontrast, welcher die Darstellung insgesamt dunkler erscheinen lässt.
Wer Adobe Gamma installiert hat, kann den Effekt sehr gut über das Auswahlmenü simulieren, da dort die Windows- und Mac-Standards definiert sind.

Adobe Gamma unter Windows

Mehr über Gammakorrektur lässt sich bei Wikipedia nachlesen.
Im Endeffekt ist der Unterschied marginal — dennoch sollte man über die Änderung informiert sein, da es nun einen einheitlichen Gammawert gibt.

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200927Mär

Photoshop: PNG-Gamma entfernen mit TweakPNG

Im Leben eines Webdesigners gibt es oft spezielle Spezialfälle. So könnte auch der Fall auftreten, dass man mit Photoshop CS2 (oder darunter) ein PNG-Bild für eine Website abgespeichert hat und der Kunde die entsprechende Seite mit einem Apple-Computer und dem Safari-Browser betrachtet. Bei diesem Szenario gibt es ein Problem, das dem Webdesigner, der mit Windows und Internet Explorer (oder Firefox) arbeitet, nicht auffällt:
Die mit Photoshop CS2 exportierten PNG-Dateien werden mit einem Gammawert abgespeichert, der unter Mac OS X von Apples Safari interpretiert wird — es entsteht ein unschöner Fehler, da die entsprechenden PNG-Bilder etwas dunkler angezeigt werden.

Mit einem kleinen Windows-Programm namens TweakPNG lässt sich der Fehler einfach beheben. Nachdem man die Software installiert hat, muss die betroffene PNG-Datei mit TweakPNG geöffnet werden. Anschließend erhält man eine Tabelle, die verschiedene Werte enthält.

TweakPNG

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200905Feb

Naked Light: Innovative Bildbearbeitung für OS X

Auch wenn ich kein Besitzer eines Apple-Computers bin, möchte ich den Leopard-Nutzern (Mac OS X 10.5) ein interessantes Programm ans Herz legen. Es handelt sich um ein Bildbearbeitungsprogramm von Brandon Rosse mit dem Namen Naked Light. Bei dieser Anwendung handelt es sich nicht um eine weitere Standard-Bildbearbeitungssoftware: Der Entwickler geht neue Wege, die ich mir eigentlich auch von Photoshop erhofft hatte. Das Hauptmerk des Programms liegt daher auf der nicht-destruktiven (und nicht-linearen) Bilddatenverarbeitung. Die Idee ist nicht neu und wird in der Video- und Filmtechnik schon lange angewandt. Die Stichworte sind "Node-based compositing" und "Non-linear editing". Der erste Begriff beschreibt eine Bearbeitungsmethode, bei der Knotenpunkte (Nodes) benutzt werden, um Ebenen und Effekte miteinander zu verknüpfen und eine komplexe Struktur zu schaffen.

Naked Light

Anwendungen aus der Videobearbeitung mit dieser Methode sind zum Beispiel Shake, Nuke und auch die 3D-Software Blender. Naked Light arbeitet ebenfalls mit solchen Knotenpunkten, wodurch das 1-dimensionale Ebenenkonzept von Photoshop gebrochen wird und die Ebenen auf 2-dimensionaler Basis angeordnet und miteinander verknüpft werden können.

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