Tag: entwicklung

201609Jul

JavaScript: Asynchrone Abläufe mit Zonen steuern

Die Arbeit mit asynchronen Abläufen kann in JavaScript seit geraumer Zeit durch Promises und entsprechenden Bibliotheken erleichtert werden. Gerade JSON-Requests und deren Verarbeitung wird durch Promises wesentlich einfacher, da keine verschachtelten Callbacks mehr benötigt werden. Verbinden lassen sich asynchrone Abläufe auch mit Observables, wie man sie beispielsweise von Knockout kennt. Angular 2 etwa greift hierfür auf die ReactiveX-Observables zurück. Ebenfalls neu in Angular 2 ist das Konzept von Zonen: Bei einer Zone handelt es sich um einen Ausführungsbereich, der sich über asynchrone Aufrufe erstreckt. In JavaScript wird dadurch das Konzept eines lokalen Threadspeichers simuliert.

JavaScript - Asynchrone Abläufe mit Zonen steuern

Das AngularJS-Team hat für diesen Zweck die Bibliothek Zone.js entwickelt, die fester Bestandteil von Angular 2 ist und mittlerweile auch als Standalone-Bibliothek genutzt werden kann. Inspiriert wurde Zone.js von dem Zonen-Konzept von Dart. Mit Zonen lassen sich also asynchrone Verarbeitungen, wie etwa setTimeout oder Promises, gezielt steuern. Eine vereinfachte Implementierung von Zonen gibt es zum Beispiel mit can-zone. Auf der GitHub-Seite finden sich Code-Beispiele, wie einfache Zonen umgesetzt werden können. Bis es Zonen in den EMCAScript-Standard schaffen, dürfte noch eine Weile vergehen. Bis dahin eignen sich derartige Frameworks also bestens.

201604Jun

Angular 2 Seed: TypeScript-Starter-Kit für WebApps

Das Angular-Framework geht in die zweite Runde und auf der offiziellen Website befinden sich bereits ausführliche Tutorials und Ressourcen für Entwickler, die mit der neuen Version der Bibliothek arbeiten möchten. Angular 2 stellt eine Rundumerneuerung dar, bei der sich Einiges geändert hat: So wurden etwa Controller durch Components ersetzt, das $scope existiert in der Form nicht mehr und die Entwickler sind gänzlich auf ein Modulsystem umgestiegen. Zudem kommt RxJS zum Einsatz, was die Arbeit mit asynchronen Abläufen vereinfacht. Auch die Template-Syntax hat sich grundlegend geändert. Alles in allem ist Angular 2 aber schon jetzt ein durchdachtes und gelungenes Framework — wer sich die Alpha- und Beta-Versionen angesehen hat, dürfte einen ersten Eindruck erhalten haben.

Angular 2 Seed - A basic Angular 2 TypeScript starter project

Da ich mit den derzeitigen Seeds, also Angular 2-Boilerplates, nicht zufrieden war, habe ich einen eigenen Seed erstellt: Es handelt sich dabei um eine beispielhafte Single-Page-Application (SPA), die auf TypeScript, Sass und SystemJS basiert. Die Webanwendung enthält einen Login-Bereich sowie eine Dashboard-Ansicht, so dass es autorisierte und öffentliche Bereiche gibt. Zudem gibt es ein Directive, einen Service sowie eine Pipe. Auch eine Fehlerseite und das damit verbundene Routing-Konzept sind enthalten. Für die TypeScript- und Sass-Kompilierung sowie die Erzeugung des Angular 2-Bundles (SystemJS) kommt Gulp zum Einsatz. Hiermit kann auch eine Produktionsversion der WebApp erzeugt werden, bei der JavaScript und CSS jeweils in eine Datei zusammengeführt werden.
Eine Online-Demo des Angular 2-Seeds gibt es auf dieser Seite. Das Projekt steht bei GitHub zum Download bereit. Aktuell kommt bei dem Seed der RC4 von Angular 2 zum Einsatz.

201628Jan

Nativefier: Native Electron-Apps per Kommandozeile

Ich hatte bereits über ein Tutorial sowie UI-Komponenten für das Chromium-Framework Electron berichtet. Damit lassen sich native Desktop-Anwendungen für Windows, Mac OS X und Linux auf HTML- und JavaScript-Basis erstellen. Wer es besonders einfach möchte, kann jetzt ein Node.js-Package namens Nativefier verwenden. Damit lassen sich mit einem Befehl per Kommandozeile Electron-Apps aus Web-URLs erzeugen.

Nativefier - Wrap any web page natively without even thinking, across Windows, OSX and Linux

Nativefier lädt das aktuelle Electron-Paket herunter und erzeugt die notwendigen Dateien, je nach Plattform. Um beispielsweise Google Maps in eine Electron-App zu packen, ist lediglich folgender Befehl nötig:

  • $ nativefier maps.google.com

Im "resources"-Verzeichnis befindet sich neben den spezifischen JavaScript-Dateien eine generierte nativefier.json, in der die Einstellungen abgelegt sind. Hier sind verschiedene Optionen für die App möglich, wie etwa die Fenstergröße oder die Einstellung des Hauptmenüs. Auf der GitHub-Seite finden sich gesonderte Anleitungen für die verschiedenen Betriebssysteme, um eine komplette Anwendung samt Icon zu erstellen.

201624Jan

X-Ray: Moderner Web-Scraper für Node.js

Dokumente einlesen und spezifische Daten ausgeben — das ist der Zweck von Screen-Scraping. Web-Scraper ermöglichen diese Funktionalität also für HTML-Dokumente und DOM-Elemente. Für Node.js gibt es bereits diverse Screen-Scraper wie Osmosis oder Scraper.js. Etwas mehr Komfort ist mit X-Ray möglich. Mit dem Node.js-Scraper lassen sich beispielsweise auch Paginierungen einbauen.

X-Ray - The next web scraper

Die Bibliothek bietet einfache Selektoren, um DOM-Elemente zu durchsuchen. Unterstützt werden Tags, Klassen, Attribute oder der Inhalt eines Elements. Zudem erlaubt X-Ray Delays und Throttling, wodurch Ajax-Inhalte ausgelesen werden können. Hier ein Beispiel-Snippet für ein einfaches Scraping:

  • var xray = require('x-ray');
  • var x = xray();
  •  
  • x('https://dribbble.com', 'li.group', [{
  • title: '.dribbble-img strong',
  • image: '.dribbble-img [data-src]@data-src',
  • }])
  • .paginate('.next_page@href')
  • .limit(3)
  • .write('results.json');

Das Ergebnis wird hier in eine JSON-Datei geschrieben, kann aber auch an eine weitere Funktion übergeben und darin verarbeitet werden.

201623Jan

JavaScript: Richtige Bedingung für globale Variablen

In JavaScript stößt man hin und wieder auf Besonderheiten, die nicht immer begründet werden können. Wie der Interpreter arbeitet, leuchtet daher nicht in jedem Fall ein. Eine dieser Besonderheiten stellt die Überprüfung von globalen Variablen dar. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten, die sich allerdings in ihrer Art unterscheiden. Das folgende Code-Snippet erzeugt einen Fehler, wenn die globale Variable testVar nicht vorhanden ist.

  • if (testVar) {
  • // Code
  • }

Wer globale Variablen verwenden will, erzeugt diese am besten mit var oder window.variablenName. Und hieraus ergibt sich eine Logik zur Überprüfung, die sich anders verhält: Wenn beim Überprüfen von globalen Variablen, die (noch) nicht vorhanden sind, der window-Namespace vorangestellt wird, schlägt der JavaScript-Interpreter nicht mit einem Fehler aus. Eine bessere Überprüfung könnte dann so aussehen:

  • if (window.testVar) {
  • // Code
  • }

Generell sollten natürlich so wenig globale Variablen wie möglich verwendet werden, um Konflikte mit anderen Bibliotheken zu vermeiden. Daher eignen sich Namespaces oder eine IIFE bestens, um diesem Problem vorzubeugen.

201622Jan

CoreSheet: Responsives Sass/CSS3-Framework

Für die Websites meiner Open Source-Projekte habe ich bisher eine CSS-Codebasis sowie ein entsprechendes HTML-Template eingesetzt. Da ich den CSS-Code stetig erweitert habe, ist daraus schließlich ein eigenes Framework entstanden. Es hat eine eigene Website erhalten und steht ab sofort bei GitHub, NPM und Bower zur Verfügung: CoreSheet stellt ein responsives Sass/CSS3-Framework dar, das ein prozentuales Grid-System sowie verschiedene Komponenten enthält. Dazu zählen gestaltete Formulare, Tabellen, Navigationsmenüs, Schaltflächen sowie ein Sticky Footer.

CoreSheet - Responsive Sass/CSS3 framework including a grid system

CoreSheet an sich ist kompakt und beinhaltet nur rudimentäre CSS-Resets und -Normalisierungen. Das primäre Layout setzt sich aus einem horizontal zentrierten Container und den Spalten des Grid-Systems bzw. Rasters zusammen. Das Grid-System ist wie alle anderen Komponenten konfigurierbar, so dass die Anzahl der Spalten und die Breite der Stege eingestellt werden können. Es gibt einen zentralen Breakpoint bei 767px, bei dem alle Elemente umbrechen und auf die volle Breite des Fensters gestreckt werden. Mit den bestehenden Konzepten und Elementen von CoreSheet können direkt responsive Seiten-Layouts erstellt werden. Die Grundidee besteht in einem minimalistischen Framework, das durch eigene Stile erweitert und so auf das Erscheinungsbild (Corporate Design) des eigenen Projekts zugeschnitten wird.
Es gibt zudem Themes, die als Vorlage genutzt werden können. Die Kompilierung der SCSS-Dateien erfolgt durch Gulp. Durch die beiliegende gulpfile.js werden die Sass-Dateien von CoreSheet (Framework, Konfiguration und Theme) eingelesen und die finale CSS-Datei inklusive der minifizierten Variante werden erzeugt. Ein Watcher für die Echtzeit-Aktualisierung ist ebenfalls enthalten.

201619Jan

Vue.js: Modernes und kompaktes Reactive-Framework

Es gibt einen neuen Stern am Framework-Himmel, der sich neben anderen Web 3.0-Frameworks wie React, AngularJS oder Riot.js aufstellt: Es ist von Vue.js die Rede und es sei gleich vorab erwähnt, dass diese Bibliothek auf jeden Fall einen Blick wert ist. Sie vereint Konzepte von React und AngularJS, bleibt dabei aber einfach und dennoch komfortabel. Vue.js bietet reaktive Data-Bindings, um DOM und Daten zu synchronisieren. Es kommt mit einer Template-Sprache, Filtern, Directives, Komponenten und sogar Mixins.

Vue.js - Reactive Components for Modern Web Interfaces

Das Framework biete im Grunde alles, was eine moderne Webanwendung oder mobile App benötigt. Für Single-Page-Applications (SPAs) darf auch ein Router nicht fehlen. Hier ein Code-Snippet, welches Event Handling demonstriert. Der HTML-Code:

  • <div id="example-2">
  • <button v-on:click="say('hi')">Say Hi</button>
  • <button v-on:click="say('what')">Say What</button>
  • </div>

Und der JavaScript-Teil:

  • new Vue({
  • el: '#example-2',
  • methods: {
  • say: function(msg) {
  • alert(msg);
  • }
  • }
  • });

Die Entwickler hinter Vue.js haben sogar einen ausführlichen Vergleich mit den führenden Web-Frameworks zusammengestellt, in dem die einzelnen Unterschiede sowie Nachteile sehr genau beleuchtet werden. Hier wird auch die Funktionsweise von Vue.js noch deutlicher. Bei GitHub steht das Projekt bereit und hat mittlerweile Version 1.0 erreicht.

201618Jan

VerbalExpressions: Reguläre Ausdrücke leicht gemacht

Reguläre Ausdrücke sind auch in der Webentwicklung ein wichtiges Werkzeug, wenn es beispielsweise um die Validierung von Zeichenketten geht. Die Ausdrücke an sich können jedoch schnell sehr komplex werden und diese sind nicht immer leicht zu meistern. Zwar gibt es Tools zur Visualisierung von regulären Ausdrücken, allerdings hilft das nur bedingt.
Vereinfachen lassen sich die Ausdrücke aber dennoch: Zum Beispiel mit einer Bibliothek wie VerbalExpressions, die auch für JavaScript (Browser und Node.js) zur Verfügung steht.

VerbalExpressions - JavaScript Regular Expressions made easy

Dabei handelt es sich um eine Art Hochsprache für reguläre Ausdrücke, die solche durch einfache Funktionen generiert. So lassen sich verschiedene Bedingungen durch Chaining aneinander hängen. Mit Funktionen wie maybe() oder anythingBut() können dann komplexe Abfragen vereinfacht geschrieben werden:

  • var tester = VerEx()
  • .startOfLine()
  • .then('http')
  • .maybe('s')
  • .then('://')
  • .maybe('www.')
  • .anythingBut(' ')
  • .endOfLine();
  •  
  • var testMe = 'https://www.google.com';
  •  
  • if (tester.test(testMe)) {
  • alert('We have a correct URL'); // Output
  • } else {
  • alert('The URL is incorrect');
  • }
  •  
  • console.log(tester);
  • // Output: /^(http)(s)?(\:\/\/)(www\.)?([^\ ]*)$/

Die VerbalExpressions-Bibliothek steht bei GitHub bereit und gibt es gibt Portierungen für nahe zu jede Sprache, darunter PHP, Dart, Swift, Java, Lua und C#.