Tag: google

201307Apr

Chrome: Bald eigene Rendering-Engine namens Blink

Ende letzter Woche sorgte Google für etwas Aufsehen bei seinem Browser Chrome: Das Unternehmen will in rund 10 Wochen die Rendering-Engine des Webbrowsers von WebKit auf eine eigene Engine namens "Blink" umstellen. Mit Version 28 von Chrome soll die Engine dann auf allen Plattformen ausgeliefert werden. Bei "The Next Web" findet sich die Frage-und-Antwort-Runde mit den Entwicklern und Details zur Engine-Änderung.

Google Chrome

So dürften laut dem Artikel auch die Richtlinien von Apples iOS eine Rolle spielen, denn hinsichtlich der Browser-Entwicklung erlaubt Apple lediglich die Verwendung der UIWebView-Klasse, die ausschließlich das Rendern über die WebKit-Engine ermöglicht. Aus dem gleichen Grund hat man sich bei Mozilla dazu entschieden, keinen Browser für iOS zu entwickeln, da man auch hier die eigene Rendering-Engine (also Gecko) einsetzen will.
Bei Googles Blink handelt es sich um einen Fork von WebKit, der ebenfalls als Open-Source-Projekt veröffentlicht werden wird. Es wird bei der Engine verstärkt auf die Unterstützung einer Multi-Prozess-Architektur gesetzt, was auch ein Grund für die Entwicklung der Engine war.
Die Blink-Engine ist angeblich schon in den Canary-Builds enthalten, wobei auf der "chrome://version"-Seite im UserAgent-String noch die Bezeichnung "AppleWebKit" zu finden ist.

201220Dez

Web UI: User Interface-Bibliothek für Google Dart

Vor über einem Jahr stellte Google seine Web-Programmiersprache "Dart" vor: Es handelt sich um eine Skriptsprache, die mit einem Converter in JavaScript übersetzt oder in einer Chromium-Umgebung ausgeführt werden kann. Dart unterstützt Klassen, Interfaces und Polymorphie und ist damit gerade für klassische Software-Entwickler interessant. Von den übrigen Browserherstellern wird die Sprache noch immer nicht vollständig angenommen und auch Microsoft hat inzwischen mit TypeScript eine Alternative veröffentlicht, die im Gegensatz zu Dart die JavaScript-Syntax um objektorientierte Aspekte erweitert.
Wer dennoch mit Dart experimentieren möchte, kann sich das kürzlich aktualisierte Web UI Package ansehen. Dabei handelt es sich um eine Bibliothek, mit der sich durch Web Components und MDV (Model Driven Views) eigene Tags und damit Widgets definieren lassen.

Dart

Templating wird damit auch für größere Projekte interessant, da die Applikation besser strukturiert werden kann. In der Web UI Feature Summary finden sich die Besonderheiten im Überblick. Das Paket steht hier zum Download bereit und der Quellcode findet sich bei GitHub.

201225Jul

Google: Indexierungsstatus von Websites einsehbar

Wie gestern in einem Blog-Eintrag von Google verkündet wurde, steht in den Webmaster-Tools ab sofort der Indexierungsstatus einer Website zur Verfügung. Der Punkt ist im Hauptmenü per "Status" erreichbar. Damit lässt sich einsehen, wie viele Unterseiten einer Website tatsächlich bei Google indiziert sind. Die Daten werden in einem Graphen visuell dargestellt, wobei die Daten eines Jahres angezeigt werden.

Google

Neben den indizierten Seiten werden zudem die gecrawlten Seiten sowie die nicht ausgewählten und die per "Robots.txt" blockierten Seiten angezeigt. Bei nicht ausgewählten Seiten handelt es sich um solche, die anderen Seiten entsprechen oder eine Weiterleitung darstellen. Abhilfe lässt sich hierbei per Kanonisierung schaffen.
Der Indexierungsstatus stellt eine interessante Neuerung dar und kann dabei helfen, die Struktur einer Seite weiter zu verbessern. Es sei noch anzumerken, dass es sich bei den Daten immer um Summen handelt: Die Zahlen repräsentieren also immer die Seiten, die sich im Index befinden und nicht um Seiten, die neu hinzugekommen sind.

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201219Feb

Google: Chrome mit Dart und DOM Mutation Observers

Vor einiger Zeit wurde es etwas lauter um Googles JavaScript-Alternative "Dart". Letzte Woche wurde nun eine erste Vorschau-Version von Chrome veröffentlicht, die mit einer Dart-VM (Virtual Machine) ausgestattet ist und sowohl Dart- als auch JavaScript-Code interpretieren kann. Google will mit Dart einen modernen JavaScript-Nachfolger schaffen und in die WebKit-Engine integrieren. Dart ist an objektorientierte Sprachen angelehnt und bietet diverse Features bezüglich Modularisierung und Typsicherheit.

Dart Synonym - Translations from JavaScript

Im Chromium-Blog finden sich weitere Details zur Veröffentlichung der experimentellen Chrome-Version. Allerdings stellt das nur eine Seite der Medaille, denn fast alle restlichen Browserhersteller (Mozilla, Microsoft und Apple) lehnen Googles neue Programmiersprache ab. Es bleibt also abzuwarten, ob und wie stark sich Google mit seinem Vorhaben durchsetzen kann. Wer auf den Geschmack von Dart kommen möchte, sollte sich die Dart Synonym-Seite ansehen, die als Migrationshilfe dient.
Gleichzeitig will man bei Google auch die JavaScript-Welt verbessern: Mit der Mutation Summary-Bibliothek stellt Google eine interessante Möglichkeit bereit, um auf Veränderungen in der DOM-Struktur zu reagieren. Die Bibliothek basiert auf DOM Mutation Observers, die mit DOM4 eingeführt werden sollen und in der aktuellen Beta-Version von Chrome enthalten sind.

201118Okt

SEOmoz: Google Algorithm Change History

Ap­ro­pos interaktiver Zeitstrahl: Bei SEOMoz wurde kürzlich eine schöne Übersicht der bisherigen Änderungen am Google-Algorithmus veröffentlicht. Die Übersicht kann durch eine interaktive Timeline angesehen werden. Für gewöhnlich führt Google innerhalb mehrerer Monate ein Major-Update durch, das den eigentlichen Such-Algorithmus beeinflusst. Diese Major-Updates sind in der Übersicht von SEOmoz chronologisch aufgeschlüsselt und enthalten Informationen zu den entsprechenden Änderungen.

SEOmoz - Google Algorithm Change History

Der Such-Algorithmus von Google gilt zwar nicht als ungelöstes Rätsel, bleibt aber durch seine stetige Veränderung ein schleierhaftes Thema für Suchmaschinen-Experten: Der Betreiber der Suchmaschine bemüht sich stets darum, nur qualifizierten und für den Benutzer sinnvollen Inhalt auszuliefern. Daher wirken sich Änderungen am Such-Algorithmus nicht immer positiv auf entsprechend strukturierte Websites aus. Diese Aktualisierungen sollten Suchmaschinenoptimierer daher im Auge behalten.

201016Sep

Google Code University: Programmieren online lernen

Zu Beginn dachte ich, die neue Google Code University richtet sich in erster Linie an Software-Entwickler, die sich in Sprachen wie C++, Java, Go oder Python einarbeiten möchten. Inzwischen finden sich unter den verfügbaren Kursen auch interessante Videos rund um die Themen HTML, CSS, Ajax und Web-Sicherheit. Die Video-Kurse sind kurz und knapp, aber dennoch treffend und informativ.

Google Code University

Neben den Videos gibt es auch textliche Anleitungen wie beispielsweise die Web Basics, die sich an Einsteiger richten. Absolut empfehlenswert in der Kurs-Liste ist der Bereich "Web Security", in dem sich sehr gute Tipps und Beispiele zu Sicherheitsaspekten der Web-Programmierung finden. Auf dieser Seite stehen etliche Tutorials zur Verfügung, welche verschiedene Bereiche der Web-Sicherheit behandeln.

201023Jun

HTML5Rocks: HTML5 lernen mit Google

Wenn Google nützliche Ressourcen für Webentwickler veröffentlicht, dann sind diese in der Regel von hoher Qualität. Dies bestätigt nun auch Googles aktuelles Projekt HTML5Rocks — auf dieser gelungenen Seite finden sich umfangreiche Informationen, Tutorials und Tipps zu der neuen Auszeichnungssprache. Die interaktive Präsentation erklärt anschaulich und ausführlich die Geschichte von HTML und beleuchtet anschließend den aktuellen Stand des Webstandards. Natürlich wurde die Präsentation mit HTML5-Techniken umgesetzt und kann sich dementsprechend sehen lassen.

HTML5Rocks

Weiterhin finden sich auf der HTML5-Website von Google etliche Tutorials zum Thema. In diversen "Step-by-Step"-Anleitungen können Entwickler lernen, wie man beispielsweise die "Web SQL Database" nutzt oder das audio-Tag richtig implementiert.
Schließlich gibt es noch den HTML5 Playground, der ein ultimatives Werkzeug zum Ausprobieren der neuen HTML5-Techniken darstellt. In einer Echtzeit-Vorschau können so verschiedene HTML-, CSS- und JavaScript-Funktionalitäten der Auszeichnungssprache getestet und verändert werden. Mit HTML5Rocks dürfte damit die wohl umfangreichste Quelle für HTML5 entstanden sein. Weitere Tutorials werden sicherlich folgen.

201021Mai

Google: Doodle als interaktives Pac-Man-Spiel

Zum Abschluss des Freitags: Anlässlich des 30. Geburtstags von Pac-Man wurde bei Google ein interaktives Google Doodle implementiert, welches eine JavaScript-Version des Arcade-Klassikers darstellt. Das Mini-Spiel funktioniert unter allen Browsern und integriert sogar Sound über Flash. Der Quellcode des Pac-Man-Games ist in geordneter Form etwa 3162 Zeilen groß und demonstriert sehr schön, was mit JavaScript möglich ist.

Google Doodle - Interaktives Pacman-Spiel

Hat man bei dem Spiel verloren, wird man auf eine entsprechende Suchanfrage weitergeleitet. Das Spiel erscheint übrigens erst nach dem Ablauf einer gewissen Zeit — zuvor wird ein statisches Bild angezeigt, das später mit dem interaktiven Spiel ersetzt wird. Wenn man der Grafik von Pingdom glaubt, hat Google weltweit 620 Millionen Besucher täglich. Durch das Doodle-Spiel entsteht dadurch Traffic von etwa 33 TB am Tag.