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Google: Die Suchmaschine in Zahlen und Fakten
Auf dem Blog von Pingdom findet sich derzeit wieder eine interessante Infografik. Vor einiger Zeit wurde das Internet 2009 in Zahlen visuell dargestellt. Nun hat man sich den Suchmaschinenbetreiber Google vorgenommen und eine ausführliche Statistik erstellt. Darin werden diverse Zahlen und Informationen präsentiert, die aus verschiedenen Quellen zusammengetragen wurden.

Neben einem Zeitstrahl, der die Entstehungsgeschichte von Google zeit, finden sich in der Grafik interessante Daten über Google:
- 620 Millionen Besucher pro Tag (Google.com)
- 6.520.450.000 USD Gewinn im Jahr 2009
- 97% des Einkommens durch Werbung
- Nennenswerte Übernahmen: YouTube, Doubleclick, Android, Urchin, Pyra Labs
- 19.835 Mitarbeiter in 2009
Man darf gespannt sein, welchen Dienste oder Anwendungen in Zukunft neben der eigentlichen Suchmaschine noch angeboten werden.
Google Browser Size: Wie Besucher Websites sehen
Google forscht und entwickelt ständig neue Ideen. Browser Size heißt das neueste Projekt aus den Google Labs. Mit diesem kleinen Online-Tool lässt sich sehr gut sehen, welchen Bereich einer Website die Besucher aufgrund ihrer Bildschirmauflösungen sehen können. Der Google-Dienst muss lediglich mit einer URL gefüttert werden und blendet anschließend eine Flächenaufteilung über der Website ein, welche die Auflösungen anhand ihrer Verbreitung farblich darstellt. Dabei repräsentieren die Flächen die Netto-Bereiche der Benutzer (ohne Statusleiste, Adresszeile, etc.).

Die Zahlen, aus denen sich die Verhältnisse ergeben, sammelt Google über seine internationale Website (Google.com). Der Suchmaschinenbetreiber will so Webdesignern ein besseres Verständnis der Größenverhältnisse vermitteln. Am besten arbeitet Googles Browser Size mit Seiten, die ein festes Layout haben und links ausgerichtet sind.
In der Tat ist es so, dass ein Großteil der Designer tendenziell größere Monitore und damit höhere Bildschirmauflösungen besitzt. Im Bezug auf Screendesign stellt das eine Hürde dar, denn bei 1920 × 1600 verliert man schnell den Blick für geringere Auflösungen. Beispielsweise ist laut WebHits eine Auflösung von 1024 × 768 mit 39,6% immer noch weit verbreitet.
Bing Webmaster Center: Seitenanalyse von Microsoft
Die Google Webmaster Tools dürften allgemein bekannt sein und leisten gute Dienste, wenn es darum geht, den Inhalt und die Seitenstruktur von Websites zu analysieren. Die Tools geben Informationen über Fehlerseiten, eingehende Links, Keywords und vieles mehr. Kürzlich wurde eine Werkzeug zur Analyse der Seitengeschwindigkeit hinzugefügt.
Im kommenden Jahr erwarten Suchmaschinen-Experten eine Aufteilung der Suchmaschinen von 80% zu 20%. Das würde bedeuten, dass Bing (mit Yahoo!) stark zulegen könnte. Unabhängig davon schadet es nicht, eine Website mit mehreren Anwendungen zu untersuchen. Microsoft bietet mit dem Bing Webmaster Center ein Pendant zu den Google Webmaster Tools an und hat dennoch nützliche Funktionen eingebaut.

In der Summe überschneiden sich die beiden Analyse-Werkzeug von Google und Microsoft: Beide bieten nützliche Informationen zur Seitenstruktur und eine Auflistung von Querverweisen. Im letzten Punkt gibt es schon Unterschiede: Während die Webmaster Tools Auskunft über eingehende und interne Links geben, erhält man im Webmaster Center auch Aufschluss über ausgehende (externe) Links.
Weiterlesen...Google URL-Shortener: Kürzere URLs mit Goo.gl
Im Hause Google hat man einen Dienst für kürzere URLs (URL-Shortener) entwickelt, der sich Goo.gl nennt und die Vorteile der Google-Infrastruktur nutzt. So sollen verkürzte Links von Goo.gl schnell, sicher und stabil sein. Im offiziellen Google-Blog wurde das Tool bereits angekündigt.

Der Dienst ist momentan nur für Feedburner und die Google Toolbar verfügbar. Es soll hauptsächlich dem Teilen und Versenden von Links unter Freunden dienen. Sollte sich das Projekt als nützlich erweisen, könnte es zukünftig auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Die häufig genutzten URL-Shortener stehen nicht immer in einem guten Licht, da sie oft Ziele von Angreifern werden. Es gibt hierfür diverse Firefox-Extensions und einen Online-Dienst, mit dem sich Kurz-URLs wieder in ihre Original-Adresse umwandeln lassen.
Daher wäre es sicherlich ein guter Schritt von Google, einen Dienst für sichere Kurz-URLs zu schaffen.
Google: Real-Time Search zeigt aktuelle Ergebnisse
Google hat sich wieder etwas einfallen lassen: Dieses Mal handelt es sich um ein Feature, das Suchergebnisse bzw. Resultate zu einem Suchbegriff in Echtzeit (Real-Time) darstellt. Bei den Ergebnissen handelt es sich vor allem um Nachrichten aus der Twitter-Welt, Blog-Einträge oder News-Artikel. Die Beiträge werden automatisch aktualisiert, so dass man sich vom aktuellen Netz-Puls berieseln lassen kann.

Die Funktionalität ist experimentell und wird in den nächsten Tagen vorerst nur in Englisch verfügbar gemacht werden. Wer das Feature testen möchte, muss dazu zur internationalen Google-Seite navigieren (Google.com) und dort einen Suchbegriff eingeben. Nachdem die Ergebnisse angezeigt werden, muss oben in der Adressleiste folgender String an das Ende der URL angehängt werden:
- &esrch=RTSearch&tbs=rltm:1
Die Echtzeit-Suche befindet sich wie gesagt noch in der Testphase. Mehr darüber findet man im Google Blog. Dem Beitrag ist auch zu entnehmen, dass die Suche immer noch ein ungelöstes Problem ist und Google über die Zukunft der Suche nachdenkt.
Google Webmaster-Tools: Analyse der Ladezeiten
Wer die Google Webmaster-Tools nutzt, kann sich nun ein Diagramm der benötigten Website-Ladezeiten ansehen. Die neue Funktion findet sich im Menü unter dem Punkt "Google Labs -> Website-Leistung". Dort ist anschließend eine Leistungsübersicht zu sehen, welche den Geschwindigkeitsverlauf einer Website auf einem Zeitstrahl darstellt. Hier lässt sich sehr schön sehen, wie sich die durchschnittliche Ladezeit einer Seite innerhalb eines Zeitraums verändert hat. Die Angaben basieren auf Googles Firefox-Extension Page Speed, die der Suchmaschinenbetreiber auch zur Verbesserung der Ladezeiten empfiehlt.

Alternativ lässt sich zum Messen der Ladezeiten auch das Netzwerk-Modul von Firebug nutzen, welches ebenfalls aufschlussreiche Informationen über die einzelnen Abfragen ausgibt.
Bemerkenswert sind die Verbesserungsvorschläge von Google, die unterhalb des Diagramms angezeigt werden ("Vorschläge von Page Speed"): So können gezielt an den betroffenen Seiten Optimierungen vorgenommen werden, um die Ladezeiten zu verringern.
Die Website-Leistung befindet sich wie gesagt noch in den "Webmaster-Tools-Labs", weshalb die Funktion momentan zu Testzwecken dient. Interessant ist jedoch die Tatsache, dass Google ein derartiges Werkzeug veröffentlicht hat, denn vielleicht werden zukünftig die Ladezeiten von Websites zum Suchmaschinen-Ranking beitragen. Mehr über die Neuerung findet sich im Google Webmaster Central Blog.
Google: Test der neuen Benutzeroberfläche
Seit ein paar Tagen kann man sich auf der internationalen Google-Seite (Google.com) die neue Benutzeroberfläche des Suchmaschinenbetreibers ansehen. Dazu öffnet man die deutsche Google-Seite und klickt anschließend auf den Link "Google.com in English" in der Fußzeile. Anschließend muss folgender Code in die Adressleiste eingegeben und die Seite aktualisiert werden:
- javascript:void(document.cookie="PREF=ID=20b6e4c2f44943bb:U=4bf292d46faad806:TM=1249677602:LM=1257919388:S=odm0Ys-53ZueXfZG;path=/; domain=.google.com");
Nachdem die Seite neu geladen wurde, wird durch das kleine JavaScript-Snippet ein neues Erscheinungsbild von Google sichtbar.

Neben den farbigen Schaltflächen und einem bunteren Logo ist die Seitenleiste (Optionen) auffällig, die nach Eingabe eines Suchbegriffes nun sofort sichtbar ist. Bisher muss dieser Bereich über den Link "Optionen anzeigen…" eingeblendet werden. Google will seinen Benutzern künftig also direkt erweiterte Suchfunktionen präsentieren, mit denen sich die Suche verfeinern lässt.

Wann und ob das neue Design so erscheint, ist noch offen. Google plant jedoch, die Oberfläche von weiteren Diensten wie Google Maps oder Google Mail zu vereinheitlichen.
Round-Up: Technologien für ein schnelleres Web
In den letzten Tagen gab es interessante Ansätze für eine schnellere Übertragung von Inhalten im Netz. Die Internetgeschwindigkeit wird zukünftig weiter steigen und dennoch überlegt man, wie sich Daten noch besser komprimieren oder effizienter übermitteln lassen (SPDY-Protokoll). Zudem spielt man bei Google mit dem Gedanken, die Geschwindigkeit (bzw. die zu übertragende Datenmenge) einer Website in das Suchmaschinen-Ranking mit einzubeziehen. Hier die Links zur Thematik:
- Google – SPDY
- Google: Page Speed May Become a Ranking Factor in 2010
- Alexander Limi – Making browsers faster: Resource Packages
Alexander Limi ist Mitgründer des Plone CMS und arbeitet momentan an der Benutzerfreundlichkeit von Firefox mit. Seine Idee besteht in der Verwendung von ZIP-Archiven (Resource Package), um alle notwendigen Daten einer Website in einem Container zu speichern. Die Idee gefiel mir sehr gut. Man würde ein Package dann etwa einbetten wie folgt (HTML5):
- <link rel="resource-package" href="site-resources.zip" />
Vielleicht findet eine derartige Funktionalität schon bald Verwendung in Firefox. Es wird sich in der nächsten Zeit mit Sicherheit etwas tun. Neben Google und Mozilla forschen auch andere Firmen wie Microsoft oder Opera an neuen Technologien, welche die Datenübertragung beschleunigen könnten.
Google Image Swirl: Ähnliche Bilder finden
Die Bildersuche bei Google ist mittlerweile ein wichtiges Werkzeug für die Recherche von Bildmaterial — die Option zur Einstellung der Nutzungsrechte bietet zudem eine gute Möglichkeit, Bilder für eine entsprechende Nutzung zu suchen. Aus den Google Labs wurde nun eine weitere Funktionalität im Stil des Google Wonder wheels für Bilder vorgestellt: Google Image Swirl stellt die Suchergebnisse eines Bildes in einem Strudel (Swirl) dar, nachdem man sich für ein Bild entschieden hat. Die Verzweigungen werden anschließend vertieft und so lassen sich ähnliche Bilder finden. Zudem kann zum Teil auch ermittelt werden, auf welchen Websites das gleiche Bild verwendet wird.

Die Anwendung basiert auf Google Similar Images, was mittlerweile in die Google-Bildersuche integriert wurde ("Ähnliche Bilder suchen").
Bei Google Image Swirl wird derzeit Flash eingesetzt und zu Testzwecken sind 200.000 Suchbegriffe eingetragen. Mehr darüber gibt es wie immer im offiziellen Google-Blog.
Google: Neue Suchoptionen nun auch in Deutsch
Seit gestern sind nun auch auf der deutschen Google-Seite die neuen Suchoptionen verfügbar, die vorher nur den internationalen Google-Benutzern (Google.com) verfügbar gemacht worden waren. Die Funktionen umfassen etwa zeitliche Begrenzungen von Suchergebnissen, verwandte Suchvorschläge, Bilder der Seiten oder eine erweiterte Text-Ansicht. Auf dem GoogleWatchBlog können die Optionen auch noch einmal nachgelesen werden.
Momentan fehlen noch die Funktionen für weniger Onlineshop-Einträge ("fewer/more shopping sites") sowie das "Wonder wheel".

Fast zeitgleich wurde für Google.com zudem eine neue Suchfunktion freigeschaltet: Die "Page previews" genannte Funktion zeigt (falls möglich) eine kleine Vorschau der Websites neben den Suchergebnissen an.

Google zeigt eine interessante Entwicklung bei der Darstellung von Suchresultaten und es wird in Zukunft sicherlich noch weitere nützliche Neuerungen geben.
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