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CSS: Mehr Möglichkeiten mit Conditional Comments
Eine Methode, um gesonderte Stile für verschiedene Versionen des Internet Explorers auszuliefern, stellen neben CSS-Hacks die beliebten "Conditional Comments" dar. Hierbei können durch spezielle Bedingungen im HTML-Code entsprechende Browser-Versionen angesteuert werden. Es bleibt dem Entwickler überlassen, was in dem "if"-Bereich definiert wird. Paul Irish empfiehlt beispielsweise in einem älteren Artikel die Benutzung von unterschiedlichen IDs für den body-Bereich — dadurch entfallen browserspezifische Stylesheets und auch CSS-Hacks werden überflüssig.
Ein Stück weiter hinten setzt man bei Impressive Webs an: Kürzlich wurde ein schöner Beitrag veröffentlicht, in dem erweiterte Möglichkeiten für Conditional Comments vorgestellt werden.

Dabei werden diverse Deklarationen beschrieben, die vielleicht nicht jedem CSS-Entwickler bekannt sind. So können noch genauere Angaben für den gewünschten Browser gemacht werden und auch erweiterte Operatoren wie "&" oder "|" sind in Verbindung mit Subexpression-Operatoren (Klammern) möglich. Der Artikel dürfte bestimmt für das eine oder andere Web-Projekt nützlich sein und sollte in den Bookmarks abgelegt werden.
Internet Explorer 9: Googles WebM wird unterstützt
Google hat auf der Konferenz "I/O 2010" nun ein Open-Source-Videoformat mit dem Namen "WebM" vorgestellt. Das "WebM Project" nutzt für Videos den durch On2 erworbenen VP8-Codec und zur Audio-Wiedergabe den Vorbis-Codec. Unter den Befürwortern des Videoformats findet sich neben Mozilla, Opera und YouTube nun auch Microsoft: Im Windows-Blog wurde bekannt gegeben, dass der kommende Internet Explorer 9 nun auch das neue Open-Source-Format unterstützen wird. Erst kürzlich wurde eine Meldung veröffentlicht, in der Microsoft erklärte, dass Version 9 des neuen Browsers lediglich die Wiedergabe von H.264-Videos unterstützen wird.

Mit dem Support des Open-Source-Containerformats von Google zeigt Microsoft, dass man aktuelle Technologien und vor allem HTML5 vollständig unterstützen will. Diesen Schritt können Webentwickler nur begrüßen, denn durch ein einheitliches Videoformat wird die Einbindung von HTML5-Videos wesentlich unkomplizierter. Lediglich Apple wird das WebM-Format nach aktuellem Stand in seinem Browser nicht unterstützen und bei H.264 bleiben.
Übrigens steht mit unter Anderem dem "Video JS HTML5 Video Player" schon ein modernes Skript zur Wiedergabe von HTML5-Videos zur Verfügung (ein Fallback-Skript für Internet Explorer und Opera ist ebenfalls integriert).
Internet Explorer 9: Zweites Preview erschienen
Microsoft hat gestern die zweite Vorschau-Version von Internet Explorer 9 veröffentlicht, die nun etwas früher als erwartet fertig gestellt wurde. Bei der Preview-Version handelt es sich stets um eine provisorische Testversion, die noch vor dem Alpha-Status angesiedelt ist. Die Version ist für Windows Vista und Windows 7 als Download erhältlich und soll die neuen Features, zu denen unter Anderem auch die DirectX-Grafikbeschleunigung zählt, demonstrieren. Auf der Website der Preview-Version, dem "Test Drive", finden sich nun 10 neue Technik-Demos, die getestet werden können. Dazu zählen diverse Effekt-Demos und DOM-Performance-Tests.

Die Neuerungen lassen sich in den Release Notes nachlesen. So wird in Version 9 des Browsers endlich die "getElementsByClassName"-Funktion für JavaScript integriert sein, mit der sich DOM-Objekte auch nativ durch den Klassen-Selektor auswählen lassen. Weiterhin gibt es das HTML5-Event "DOMContentLoaded" und "CSS3 Media Queries", mit denen sich gezielte Anpassungen für die Bildschirmgröße des Benutzers erstellen lassen.
Die aktuellen Versionen des Internet Explorers dürften jedem Webentwickler ein Dorn im Auge sein, da CSS3-Features und etliche Funktionalitäten nicht unterstützt werden. Mit dem Erscheinen von Internet Explorer 9 wird die längst überfällige Version des Browsers erscheinen, die das Image der Vorversionen wieder aufpolieren könnte. Die Problematik eines einheitlichen HTML5- Video-Codecs besteht jedoch weiterhin.
Internet Explorer 9: HTML5-Video nur als H.264
Die Frage nach einem einheitlichen Video-Codec für den HTML5-Standard ist derzeit noch nicht eindeutig beantwortet. Zur Diskussion stehen unter Anderem der H.264-Codec, Ogg Theora und Googles VP8-Codec, der mit der Übernahme von On2 erworben wurde. Der VP8-Codec soll eine effizientere Kompression als andere Videocodecs bieten und ist im Gegensatz zu H.264 nicht mit Lizenzen behaftet. Im April wurde bekannt gegeben, dass Google seinen Codec als Open Source-Codec veröffentlichen will. Dadurch könnte die Unterstützung der Technologie auch in Mozillas Firefox integriert werden und würde damit in einem weiteren Browser Verwendung finden, da Google den VP8-Codec auch in Chrome integrieren wird.
Etwas verwunderlich ist daher nun die Meldung auf dem offiziellen IEBlog, in der Dean Hachamovitch (General Manager des Internet Explorers) bekannt gibt, dass Verison 9 des Microsoft-Browsers lediglich den H.264-Codec unterstützen wird. Die Gründe für diese Entscheidung liegen zum einen in der Verwendung des Codecs in gewöhnlichen Camcordern und zum anderen in der Hardware-Beschleunigung. Zudem seien die Rechte klar geregelt, was bei den anderen Codecs noch ein Nachteil darstelle. Die Lizenzen für den H.264-Codec sind von der MPEG LA aber nur bis 2015 eindeutig geregelt, wodurch sich auf längere Sicht Probleme ergeben könnten.
Damit dürften die Weichen der HTML5-Video-Zukunft gestellt sein. Sollte die zukünftige Implementierung der HTML5-Codecs nun verlaufen wie erwartet, müssten bei der Einbettung von Videos auf einer HTML5-Website alternative Versionen bereitgestellt werden.
Internet Explorer: User Agent-Styles einsehen
Bei der Entwicklung von Websites ist es nützlich, wenn die vom Browser generierten Standardeinstellungen (User Agent Styles) für CSS-Attribute bekannt sind. Die interessantesten Einstellungen dürften Microsofts Internet Explorer betreffen, da hier in der Regel die meisten Anpassungen vorgenommen werden müssen. Eine übersichtliche Liste mit den User Agent-Stilen des Internet Explorers gibt es bei IECSS.com. Dort finden sich die CSS-Voreinstellungen der Versionen 6 bis 9.

Neben der Liste können die verschiedenen Stylesheets auch direkt geöffnet und betrachtet werden. Interessant ist beispielsweise die Einstellung "margin: 15px 10px;", die auf das body-Element in Internet Explorer 6 angewendet wird.
Weiter unten in der Liste finden sich die User Agent-Styles von weiteren Browsern. Bei vielen Projekten kann es von Vorteil sein, einen CSS-Reset wie den YUI Reset zu verwenden.
Internet Explorer 9: Preview-Version veröffentlicht
Die Entwicklung an Version 9 des Internet Explorers hat laut dem Microsoft-Blog im November 2009 begonnen. Nun wurde eine erste Test-Version des kommenden Browsers veröffentlicht. Das "Internet Explorer 9 Platform Preview" steht zum Download bereit und lädt interessierte Webentwickler zum Testen ein. Sicherlich stellt es fast schon einen Gegensatz dar, den Microsoft-Browser zu installieren — dennoch geht der Schritt der Redmonder in die richtige Richtung und ist in jedem Fall eine Bereicherung für die Entwickler-Gemeinde.

Microsoft hat eine Seite für die Preview-Version eingerichtet, auf der sich diverse Grafik- und CSS3-Demos finden. Diese können mit der Vorab-Version des Browsers, aber auch mit anderen Browsern getestet werden. Die Test-Version zeigt durchaus sehenswerte Ergebnisse, wobei auch die Leistung von Opera und Chrome sehr beachtlich ist. Die Demo-Seite enthält abgefahrene HTML5-Experimente und schöne Physik-Simulationen, in denen beispielsweise die Box2D-Engine zum Einsatz kommt. Man sollte sich auch das Internet Explorer Testing Center ansehen, in dem die Ziele und Vorteile des IE9-Renderings im Vergleich zu anderen Browsern aufgezeigt werden.
Die Preview-Version besitzt keine Adressleiste oder Schaltflächen zur Navigation. Dennoch kann manuell eine Ziel-Adresse eingegeben werden. Interessant für Entwickler dürfte vor allem das "Debug"-Menü sein, durch welches das Rendering von vorherigen Versionen des Internet Explorers simuliert werden kann. Sehenswert ist hierbei der "IE5 Document Mode".
Das 14 MB große Platform Preview stellt eine sehr schöne Möglichkeit für das Testen von HTML5- oder CSS3-Eigenschaften dar. So können Entwickler einen Vorgeschmack auf abgerundete Ecken und andere CSS3-Effekte erhalten. Weitere Neuerungen wie DirectX-Rendering, SVG-Unterstützung und eine schnellere JavaScript-Engine werden zeigen, ob die neunte Generation des Trident-Browsers ein Erfolg werden wird.
Browser Ballot: Wahl in Deutschland am 17. März
Einige werden den Begriff "Browser Ballot" (Browser-Abstimmung) sicher schon häufiger gehört haben. Dabei handelt es sich um einen Auswahlbildschirm, der per Windows-Update an die Benutzer gesendet wird und darauf hinweist, dass es noch andere Webbrowser neben Internet Explorer gibt. Die Browser-Abstimmung musste von Microsoft auf Drängen der EU-Kommission umgesetzt werden, da die Vorinstallation des Internet Explorers als Manko galt. Die Auslieferung des Update-Pakets, das die Auswahl enthält, erfolgte für Nutzer in Frankreich, Großbritannien und Belgien bereits am 1. März 2010. In Deutschland werden Anwender am 17. März wählen können.
Die eigentliche Abstimmung ist eine Website, die in einem Fenster eingeblendet wird: Auf BrowserChoice.eu lässt sich die Auswahl der Browser begutachten.

Interessant sind vor allem die Texte, die sich unter den Browsern befinden — hier durften die Browserhersteller kreativ werden. Ein weiterer Punkt ist die Zufälligkeit der Reihenfolge, in der die Browser angezeigt werden. Der Algorithmus für den Zufall wurde von IBMs ODF-Architekt Rob Weir bemängelt und ist inzwischen durch den Fisher-Yates-Algorithmus korrigiert worden. Dadurch wird ein Array gleichmäßig per Zufall neu sortiert. Für Interessierte:
- function ArrayShuffle(a) {
- var d, c, b = a.length;
- while(b) {
- c = Math.floor(Math.random() * b);
- d = a[--b];
- a[b] = a[c];
- a[c] = d;
- }
- }
Lobenswert bei dem Auswahlbildschirm ist die Berücksichtigung der unabhängigen Webbrowser, die per Scrollbalken ausgewählt werden können.
Internet Explorer 8: Liste der Darstellungsfehler
Microsofts Internet Explorer in Version 8 ist laut einer aktuellen Statistik mit 22,37% der am meisten genutzte Browser. Zwar wurden in der aktuellen Variante viele Fehler behoben und diverse Verbesserungen eingeführt, dennoch bleibt Internet Explorer ein Sorgenkind. James Hopkins hat sich die Mühe gemacht, eine ausführliche Liste der bekannten Darstellungsfehler zu erstellen, die in Internet Explorer 8 auftreten können. Dazu zählen CSS-, HTML-, DOM- und JavaScript-Bugs, die in bestimmten Situationen auftreten.

Die Darstellungsfehler des Browsers sind sehr komplex und können in den meisten Fällen nicht vermieden werden. In der Liste finden sich trotzdem zu einigen Problemen Lösungsansätze. Der Autor hat für die etlichen Fehler Demo-Seiten (Test Cases) eingerichtet, auf denen die Fehler angezeigt werden. Interessant ist auch die häufig auftretende Markierung "Regression: Bug not present in IE7" — so gibt es viele Fehler, die erst in Version 8 des Browsers auftreten.
Microsoft arbeitet schon an Internet Explorer 9, der schließlich auch CSS3-Eigenschaften und DirectX-Beschleunigung erhalten soll.
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