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Windows 7 und Mac OS X: Fehler bei Verbindung
Wer ein Netzwerk zwischen einem Windows 7- und einem Mac OS X-Computer herstellen möchte, sollte in der Regel ohne Probleme auskommen. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass von Mac OS X aus per Menü "Gehe zu -> Mit Server verbinden…" und einer Serveradresse wie "smb://win7pc" auf Windows zugegriffen werden kann. Von der anderen Seite aus ist der Vorgang auch problemlos möglich, sofern auf dem Mac OS X-Rechner die "Windows-Freigabe" aktiviert ist.

Je nachdem, wie die Benutzerkonten in OS X konfiguriert sind, ist eine Anmeldung mit oder ohne Benutzername und Kennwort möglich. Hierbei sollten eigentlich keine Komplikationen auftreten. Es kann dennoch vorkommen, dass der Zugriff trotz bestehender Verbindung fehlschlägt. Eine Firewall oder eine fehlerhafte Konfiguration der IP-Adressen (DHCP) könnten die Gründe sein. Wenn diese Faktoren ausgeschlossen werden können, kann die Suche nach der Fehlerquelle lästig werden.
Es gibt daher noch einen weiteren Trick, mit dem die Verbindung erneuert werden kann, so dass der Zugriff anschließend wieder funktionieren sollte.
Mozilla Popcorn: HTML5-Videos interaktiv machen
Seit Anwendungen wie Adobe Edge oder Radi ist die Bearbeitung von HTML5-Videos sehr komfortabel geworden. Auch bei Mozilla werden in diesem Bereich interessante Projekte entwickelt, die zukunftsweisend sein könnten. Ein Projekt, das kürzlich in verschiedenen Varianten veröffentlicht wurde, stellt Popcorn dar: Dazu gehört zum einen der Popcorn Maker, der als eine grafische Webanwendung für das Erstellen von interaktiven HTML5-Videos zu verstehen ist. Damit lassen sich Videos in entsprechenden Formaten (WebM, OGV, MP4) mit verschiedenen Elementen (Texte, Bilder, etc.) versehen, ohne dass dabei Code geschrieben werden muss. Die Bearbeitung mit dem Werkzeug ähnelt einem klassischen Video-Editor und ist sehr intuitiv. Angetrieben wird der Popcorn Maker von "Butter.js", einer separaten JavaScript-Bibliothek von Mozilla, die unter Anderem eine Timeline und Live-Previews bietet.

Den anderen Teil des Popcorn-Projekts stellt das JavaScript-Framework Popcorn.js dar, mit dem sich Videos sehr einfach mit HTML-Elementen versehen und erweitern lassen. Zudem bietet das Framework eine Plugin-Schnittstelle, so dass auch sehr leicht Erweiterungen geschrieben werden können. Im Blog-Eintrag von Mozilla finden sich weitere Informationen und Details zum Projekt.
Mozilla Lightning: Kalender-Extension in Version 1.0
Mozillas Kalender-Lösung Sunbird dürfte vielen wahrscheinlich ein Begriff sein. Die Anwendung konnte bisher gute Dienste leisten, wurde von Mozilla aber eingestellt. Zukünftig stellt die Thunderbird-Extension Lightning die primäre Kalender-Anwendung von Mozilla dar. Die Erweiterung wurde nun in Version 1.0 veröffentlicht und kann ab Thunderbird 8 verwendet werden.

Lightning bietet eine solide Basis an Werkzeugen für das Verwalten von Terminen und Aufgaben. Mit der finalen Version wurde die Benutzeroberfläche an bestimmten Stellen überarbeitet und etliche Fehler wurden korrigiert. Die Erweiterung integriert sich nahtlos in Thunderbird und kann so über einen separaten Tab angesprochen werden. Lightning speichert die Kalenderdaten in einer lokalen SQLite-Datenbank und bietet zudem eingeschränkten iCalender-Support. Aufgaben und Termine können sehr intuitiv angelegt oder bearbeitet werden und der Kalender kann in verschiedenen Darstellungen (Tage, Wochen, Monate, etc.) angezeigt werden.
Adobe: Verwackelte Bilder per Klick wiederherstellen
Wer die Adobe MAX 2011 oder den Photoshop-Weblog verfolgt hat, wird von der Technologie schon gelesen haben: Adobe arbeitet derzeit an einem Verfahren (Deblurring), mit dem sich verwackelte Bilder wiederherstellen lassen, so dass der zu sehende Inhalt klar zu erkennen ist. Der Artikel im Photoshop.com-Blog beschreibt die Entstehung der Technologie. Das Wort "deblur" gibt es zwar nicht im Wörterbuch, lässt aber erahnen, worum es sich handelt.

Es handelt es sich momentan noch um einen Prototyp der Technologie, da ein Foto mehrere Arten von Unschärfe aufweisen kann. Zum einen entstehen unscharfe Bereiche durch Verwacklungen beim Fotografieren und zum anderen können bewegte Objekte im Bild sein, die selbst eine Bewegungsunschärfe erzeugen. Daher gibt es mehrere Algorithmen, die unterschiedliche Arten von Unschärfe erkennen und korrigieren können. Allerdings funktioniert das noch nicht bei allen Bildern, da genügend scharfe Kanten vorhanden sein müssen.
Man darf gespannt sein, ob das Feature schon in Photoshop CS6 oder gar in Lightroom integriert sein wird. Dem Blog-Eintrag zufolge sieht es noch nicht so aus, da die Forscher von Adobe erst am Anfang stünden. Die Bilder aus dem Blog, welche den Effekt demonstrieren, wurden übrigens noch synthetisch (durch spezielle Software) erzeugt. Mehr Informationen zu dem Thema finden sich beispielsweise auf dieser Seite.
Ganz neu ist die Technik zudem nicht: Mit Topaz InFocus steht bereits günstige Software bereit, die das gleiche Prinzip verfolgt.
Mockup Builder: Modernes Online-Wireframing-Tool
Werkzeuge, mit denen sich schnell und einfach Mock-Ups (also grobe Entwürfe) erstellen lassen, gibt es mittlerweile mehr als genug. Viele solcher Online-Dienste wurden inzwischen monetarisiert und bieten in kostenfreien Versionen nur noch eingeschränkte Funktionalitäten. Auch das bekannte Pencil-Projekt ist in seiner ursprünglichen Form, also als Firefox-Erweiterung, nicht mehr zu haben. Dafür kann es aber als Offline-Version heruntergeladen werden.
Ein weiteres Wireframing-Tool, das sich derzeit noch in einer Beta-Phase befindet, stellt der Mockup Builder dar. Dabei handelt es sich um ein auf Silverlight basierendes Werkzeug, das sowohl online als auch offline genutzt werden kann (wobei auch für die Offline-Version eine Internetverbindung benötigt wird).

Der Editor bietet ein breites Repertoire an vorgefertigten User Interface-Elementen (Buttons, Texte, Auswahllisten, Video-Player, mobile Widgets, etc.) und überzeugt durch intuitive Bedienung sowie ein schlichtes Design. Elemente können einfach per Drag-and-Drop auf die Arbeitsfläche gezogen und anschließend transformiert werden. Zudem können gleich mehrere voneinander unabhängige Screens angelegt werden, die jeweils unterschiedliche Layouts beinhalten können. Auch ein Ebenen-Management ist in dem Tool integriert. Fertige Mock-Ups können als PNG oder PDF exportiert und lokal gespeichert werden. Zudem bietet die Anwendung einen Präsentationsmodus.
In seiner aktuellen Form ist der Mockup Builder noch kostenlos und wen die rund 6 MB große Installation des Silverlight-Plugins nicht zurückhält, sollte sich das Tool ansehen.
PPI Framework: Flexible MVC-Bibliothek für PHP
Wer sich noch nicht ganz entscheiden kann, mit welchem PHP-Framework das nächste Projekt aufgesetzt werden soll, sollte sich einen Vergleich oder eine Matrix ansehen, in der die Features von großen Bibliotheken dargestellt werden. Wenn es etwas kompakter sein darf, leisten auch weniger populäre Frameworks gute Dienste. Das PPI Framework beispielsweise ist sowohl auf kleine Blog-Systeme als auch auf umfangreiche E-Commerce-Projekte ausgelegt und bietet neben der MVC-Struktur solide Features, mit denen sich Sessions und Request-Daten verarbeiten und Caching-Mechanismen integrieren lassen.

Die Bibliothek enthält einen Bootstrapper, der für die Grundkonfiguration zuständig ist:
- include('../ppi/init.php');
- $app = new PPI_App();
- $app->boot()->dispatch();
- system.base_url = http://localhost/mysite/
- system.masterController = home
Hier kann auch ein Master-Controller definiert werden, der aufgerufen wird, sobald keine Route in der URL definiert wird.
Das Routing ist sehr einfach zu verstehen und kann in etwa so aussehen:
- // File: App/Controller/User.php
- class APP_Controller_User extends APP_Controller_Application {
- function index() {
- echo 'Hello Index';
- }
- function profile() {
- echo 'Hello Profile';
- }
- }
Hier werden die Methoden also auf folgenden Routes abgebildet:
- http://localhost/myapp/user
- http://localhost/myapp/user/index
- http://localhost/myapp/user/profile
Das PPI Framework unterstützt verschiedene Template-Engines und so können Templates in gewöhnlichem PHP, Smarty oder Twig geschrieben werden. In der Dokumentation werden die restlichen Funktionalitäten des Frameworks beleuchtet und im Download-Bereich kann die aktuelle Version des Projekts sowie eine Offline-Dokumentation heruntergeladen werden.
Radi: HTML5-Animationen und -Videos erstellen
Die Verbreitung von HTML5/CSS3-Animationen ist in vollem Gange und durch Werkzeuge wie Adobe Edge oder den Sencha Animator ist es noch einfacher, derartige Animationen zu erstellen, da die DOM-Elemente per WYSIWYG-Editor bewegt werden können. Eher zufällig bin ich gestern auf ein Projekt gestoßen, das einen ähnlichen Ansatz verfolgt, aber den Fokus auf die Erstellung von HTML5-Videos und Canvas-Animationen legt. Leider ist die Beta-Software derzeit nur für Mac OS X zu haben, doch wer die Gelegenheit hat, sollte sich die Anwendung in jedem Fall ansehen. Es handelt sich um das Tool Radi, das wie eine klassische Animationssoftware aufgebaut ist: Es gibt eine Zeitliste und Objekte können mittels Keyframes animiert werden. Über die Werkzeugleiste lassen sich Rechtecke, Kreise, Pfade oder Texte auf der Bühne zeichnen und dank Canvas darstellen und animieren. Die Besonderheit liegt nun darin, dass dem Benutzer die Wahl gelassen wird, ob eine Animation im Canvas-Format oder als HTML5-Video ausgegeben wird.

So können verschiedene "Top-Level"-Elemente erstellt werden (img, canvas, video und div), auf denen dann wiederum Unterobjekte wie Shapes, Bilder, Videos, Texte und auch JavaScript- oder HTML-Bausteine platziert werden können. Radi bietet einen Skript-Editor, mit denen Animationen (oder auch Interaktionen) nur durch die Programmierung von Canvas-Elementen erzeugt werden können. Weiterhin ist in Radi die Verwendung von "Conduit"-Effekten möglich: Bei der Conduit Suite handelt es sich um eine Compositing-Software des Entwicklers, die mit Nodes arbeitet und verschiedene Effekte ermöglicht. Dieses Modul ist in Radi integriert und so können Animationen mit erweiterten Video-Effekten versehen werden. Zudem ist ein Kurven-Editor integriert, der das Beschleunigen und Abbremsen von Animationen ermöglicht.

Die Conduit-Effekte sind nur möglich, wenn die animierten Objekte einem Top-Level-Element des Typs "Video" untergeordnet sind. Die Anwendung exportiert fertige Projekte automatisch als gescriptete Canvas-Animationen oder als HTML5-Videos in den Formaten MP4, OGV und WebM. Optional können auch die Bedienelemente des video-Tags eingeblendet werden.
Damit ist Radi eine interessante Anwendung, die (obwohl noch in der Beta-Phase) schon jetzt richtungsweisende Möglichkeiten bietet und zukünftig sicherlich Verwendung finden wird, wenn es um die Erstellung von HTML5-Videos geht.
Adobe Edge: Animationswerkzeug für HTML5/CSS3
Nicht mehr ganz aktuell, aber wahrscheinlich für viele interessant, dürfte die nun veröffentlichte Preview-Version von Adobe Edge sein. Dabei handelt es sich um eine Software, die speziell auf die Animation von DOM-Elementen ausgelegt ist und dabei Gebrauch von HTML5, CSS3 und jQuery macht. Die aktuelle Benutzeroberfläche von Edge erinnert stark an After Effects und funktioniert ähnlich: Auf einer Bühne können Flächen (derzeit Rechtecke und abgerundete Rechtecke) oder Texte erzeugt und anschließend über eine Zeitleiste durch Keyframes animiert werden. Wer also schon mit After Effects, Flash oder Premiere gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden.

Die Bedienung ist intuitiv und für Adobe typisch. Einfache Symbole und aufgeräumte Panels machen die Erstellung von Animation einfach. Elemente können durch CSS3-Attribute gedreht, skaliert oder rotiert werden, während für Bewegungen JavaScript zum Einsatz kommt. Manche Funktionen sind noch nicht ganz ausgereift und so können beispielsweise Keyframes in der Zeitliste nicht per Doppelklick geöffnet oder bearbeitet werden, wie man es von After Effects kennt. Es handelt es sich noch um eine Preview-Version, die in der Testphase kostenlos ist.
Die Quelltext-Ausgabe der Animationen ist ordentlich und die Dateigröße der "Edge"-Bibliothek ist mit rund 60 KB kompakt gehalten. Leider ist noch eine veraltete Version der jQuery-Bibliothek enthalten, was sich aber noch ändern dürfte. In einer JavaScript-Datei namens "Projekt-Name_edge.js" findet sich der gesamte JavaScript-Code, der für die Animation zuständig ist, in Form eines großen Arrays. Gespannt sein darf man übrigens auf das Fenster "Editor", das in der Preview-Version zwar als Menüpunkt vorhanden, aber nicht auswählbar ist.
Adobe Edge wurde zuvor unter dem Titel "Helium" entwickelt und dürfte eine direkte Antwort auf den Sencha Animator sein, der ein ähnliches Werkzeug darstellt. Wer sich noch ein paar ausgefallenere Beispiele ansehen will, die mit Edge erstellt wurden, kann sich Demos inklusive den Quelldateien auf dieser Seite ansehen.