Tag: software

201522Nov

PhotonKit: UI-Komponenten für Electron-Apps

Vor ein paar Wochen berichtete ich über ein Tutorial für Electron/AngularJS. Wer mit dem JavaScript-Framework für plattformübergreifende Desktop-Anwendungen experimentieren möchte, kann mit der Anleitung beginnen. Wer zudem fertige HTML/CSS-Bedienelemente für Electron sucht, sollte einen Blick auf PhotonKit werfen.

PhotonKit - The fastest way to build beautiful Electron apps using simple HTML and CSS

Dabei handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Komponenten, die für eine Desktop-App erforderlich sein können. Dazu zählen Header/Footer, Navigationen, Buttons, Tabs, Listen, Tabellen sowie eine Icon-Schriftart. PhotonKit könnte also auch als "Bootstrap für Electron" verstanden werden. Das Projekt steht bei GitHub bereit und die CSS-Komponenten liegen im SASS-Format vor.

201507Sep

WebGLStudio: Komplette 3D-Szenen im Browser erstellen

Mit WebGL lassen sich nicht nur Spiele oder Betrachter für 3D-Modelle umsetzen, sondern auch ganze 3D-Editoren. Mit WebGLStudio steht ein ausgereiftes Exemplar dieser Art bereit. Dabei handelt es sich also um eine interaktive Webanwendung, mit der sich komplette 3D-Szenen erzeugen lassen. Es können verschiedene Grundkörper angelegt oder auch 3D-Modelle importiert werden. Natürlich können auch Lichter und Kameras hinzugefügt werden. Zudem sind Animationen durch Keyframes möglich und auch ein Node-Editor steht bereit, so dass auch komplexere Szenen erstellt werden können.

WebGLStudio - 3D Development environment for the web

Die Online-Demo zeigt, was der Editor bisher zu bieten hat. Neben den genannten Funktionen können einer Szene auch eigene Shader hinzugefügt werden. Szenen können zudem exportiert und lokal gespeichert werden (hierfür kommt ein eigenes Format zum Einsatz).
Die Idee eines solchen Editors nicht neu: Mit ThreeFab oder ThreeNodes stehen schon seit geraumer Zeit ähnliche Projekte bereit, die allerdings auf THREE.js ausgelegt sind.

201531Aug

Birdfont: Freier Editor zum Erstellen von Schriftarten

Wer eine eigene Schriftart erstellen möchte, hat eine große Aufgabe vor sich. Neben dem eigentlichen Design der etlichen Zeichen, die gestaltet werden müssen, bedarf es einer entsprechenden Software. Mittlerweile gibt es neben den Industriestandard FontLab Studio auch zahlreiche kostenlose Alternativen. Dazu zählen seit geraumer Zeit bereits FontForge oder Type Light. Eine weitere Alternative stellt die Software Birdfont dar, die das Erzeugen von TTF-, EOT- und SVG-Schriftarten ermöglicht.

Birdfont – A free font editor for TTF, EOT and SVG fonts

Bei Birdfont handelt es sich um ein Open Source-Projekt: Daher steht die Anwendung für Windows, Mac OS X, Linux und OpenBSD bereit. Das eigentliche Erstellen einer Schriftart kann anhand von geometrischen Formen (Kreis, Rechteck), freihändig oder über Bezierkurven erfolgen. Es können aber auch Pfade aus einer bestehenden SVG-Datei importiert werden. Das Programm bietet zudem Ebenen, verschiedene Raster-Einstellungen und die Möglichkeit, einzelne Zeichen zu kippen. Schließlich kann die Laufweite der Schriftart angepasst werden.
Die Software steht in einer kostenlosen Variante zur Verfügung: Einzige Bestimmung hierbei besteht darin, dass die erstellte Schriftart unter der SIL Open Font-Lizenz veröffentlicht werden muss. Die kommerzielle Version von Birdfont ist aber schon ab 5 USD zu haben.

201530Apr

Visual Studio Code: Cross-Plattform-Editor für Entwickler

Anlässlich der Build 2015 hat Microsoft ein wirklich interessantes Projekt für Webentwickler vorgestellt: Visual Studio Code heißt eine neue, kostenlose und plattformübergreifende (Windows, Mac OS X, Linux) Entwicklungsumgebung, die an Webentwickler gerichtet ist. Der Editor basiert auf Electron (zuvor Atom Shell) und damit auf Node.js, HTML und CSS. Dennoch bietet er alles, was das Entwickler-Herz begehrt: Bracket-Matching, IntelliSense, Multi-Cursor-Support, Parameter-Hints, Snippets, Breakpoints, Git-Integration und vieles mehr. Die Anwendung gibt Entwicklern 3 Themes zur Auswahl und die Konfiguration ist direkt über die Bearbeitung von JSON-Dateien möglich.

Visual Studio Code - Cross-Plattform-Editor für Webentwickler

Obwohl Visual Studio Code bisher nur in der Version 0.1.0 vorliegt, hat er sich schon jetzt als ultimatives Tool für Node.js-Apps bewährt: Node.js-Anwendungen können einfach per Knopfdruck gestartet und analysiert werden (Breakpoints, Step-Through, etc.) und in der Sidebar werden in Echtzeit die aktuellen Variablen angezeigt. Damit dürfte Microsoft ein kleiner Durchbruch gelungen sein, denn das Tool ist trotz seiner Kompaktheit sehr umfangreich. Es werden sämtliche Web-Sprachen (HTML, JavaScript, CSS, Less, Sass, TypeScript, PHP, CoffeeScript, Go, Handlebars, Markdown, Python, Ruby, SQL, YAML, etc.) unterstützt und durch seine Anpassbarkeit könnte Visual Studio Code schon bald zum Standard im Bereich kostenloser Editoren für Webentwickler werden. Natürlich gibt es weiterhin GitHubs Atom und auch Facebooks Nuclide könnte interessant werden.
Und Visual Studio 2015 wird es ebenfalls in sich haben: Laut einem Blog-Beitrag will man verstärkt auf die Entwicklung mobiler Apps setzen. Hier werden bisher Apache Cordova und Xamarin genannt. Es bleibt also spannend.

201530Apr

Edge: Nachfolger des Internet Explorers vorgestellt

Das blaue "e" bleibt: Microsofts neuer Windows 10-Browser wird "Edge" heißen und ersetzt damit den bisherigen Internet Explorer. Der bisherige Projektname "Spartan" des kommenden Webbrowsers wird damit ebenfalls abgelöst. Der Browser kommt im neuen Windows-Design und zeigt eine entsprechend flache und minimalistische Benutzeroberfläche auf. Zudem wird der Browser endlich Extensions erlauben, die allerdings erst später kommen werden, also wahrscheinlich nicht mehr zum Release von Windows 10. Positiv ist aber, dass bestehende Chrome-Erweiterungen ohne großen Aufwand in Edge-Erweiterungen umgewandelt werden können.

Microsoft Edge

Weiterhin wird der Browser eine Markierungsfunktion enthalten, mit der sich bestimmte Bereiche einer Website visuell markieren und mit Anderen teilen lassen. Unter der Haube des Browsers arbeitet laut Wikipedia eine neue Layout-Engine, die den Namen "EdgeHTML" trägt und ein Fork der bisherigen Trident-Engine ist. Laut AnandTech soll auch die WebGL-Performance von Edge besser sein als in Chrome oder Firefox. Man darf also gespannt sein.

201528Mär

Nuclide: Facebook-IDE für React, Hack und Flow

Die Entwickler von Facebook bereiten derzeit die Veröffentlichung einer quelloffenen Entwicklungsumgebung (IDE) vor, die den Namen Nuclide trägt und auf GitHubs Atom-Editor basiert. Nuclide wird die volle Unterstützung (Auto-Vervollständigung, Syntaxhervorhebung, etc.) für die Eigenentwicklungen von Facebook enthalten: Dazu zählt zum einen das Projekt Hack, einem Just-In-Timer-Compiler für PHP, der unter Anderem statische Typisierung bietet. Weiterhin wird Flow unterstützt, mit dem statische Typisierung auch in JavaScript möglich wird. Und schließlich unterstützt Nuclide das React-Framework, dem Frontend-Kern von Facebook.

Nuclide - a unified IDE

Man darf gespannt sein, wie Nuclide bei den Entwicklern ankommen wird. Bisher sieht das Projekt vielversprechend aus, auch wenn derzeit nur ein Screenshot verfügbar ist. Es wird sich zeigen, ob es sich wirklich um eine voll ausgestattete IDE handelt, die mit WebStorm mithalten kann — dieser hat sich mittlerweile zum Platzhirsch gemausert und immerhin bietet dieser ebenfalls Support für React und JSX-Templates. Zudem werden Meteor- und PhoneGap/Cordova/Ionic-Anwendungen unterstützt und auch die Entwicklung mit Polymer, TypeScript, Dart, Node.js, ES6, Gulp, Grunt und CSS3 werden wesentlich erleichtert.
Die Open-Source-Projekte von Facebook sind übrigens hier einsehbar.

201511Mär

ANNE: Stack aus AngularJS, Node, Neo4J und Express

Für moderne Webanwendungen muss nicht immer ein LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL, PHP) her: Dank der Beliebtheit von Node.js und NoSQL-Datenbanken eröffnen sich Webentwicklern in diesem Bereich neue Möglichkeiten. Mit Node.js steht ein plattformunabhängiges Server-System bereit, das mit bestehenden NoSQL-Lösungen harmoniert. Zusammen mit dem Express-Framework, das sich mittlerweile als Quasi-Standard etabliert hat, werden neue Konstellationen möglich, um eine Webanwendung zu betreiben. MEAN (MongoDB, Express, AngularJS, Node.js) stellt einen dieser Technologie-Stacks dar.
Wer hier noch eine weitere Alternative sucht, könnte mit dem ANNE Stack (AngularJS, Node, Neo4J, Express) gut beraten sein: Hier kommt die Graph DB Neo4j zum Einsatz, die eine RESTful API bietet und über die Cypher-Syntax angesprochen werden kann.

ANNE Stack - AngularJS, Node, Neo4J and Express

In dem Blog-Eintrag von 42id wird der ANNE Stack anhand eines Problems beschrieben. Die dazugehörige Beispiel-Anwendung, ein System zur Verwaltung von Medikamenten, steht bei GitHub zum Download bereit. Der Stack dient in jedem Fall als Inspiration und gibt Einblick in eine mögliche Server-Anwendung auf Basis von Node.js.

201418Okt

Node.js: Desktop-File-Player auf Node-Webkit-Basis

Mit dem Node-Webkit-Projekt lassen sich ähnlich wie mit Mozillas XULRunner Desktop-Anwendungen für Windows, Mac OS X und Linux erstellen und dabei mit HTML, CSS und JavaScript entwickeln. Das Node-Webkit erlaubt die Ausführung von Node.js-Skripten, wodurch schnell und einfach funktionsfähige Desktop-Apps erzeugt werden können. Mit Gravit.io steht beispielsweise ein erster Vektor-Editor zur Verfügung und mit dem Node-Webkit File Player gibt es nun ein weiteres interessantes Projekt, mit dem diverse Dateitypen wie etwa TXT, LOG, JSON, MD, MP3, MP4, PNG oder JPEG "abgespielt" werden können.

Node-Webkit File Player - A File player for your desktop

Das Projekt dürfte eine gute Inspirationsquelle für eigene Desktop-Anwendungen sein. Es basiert neben Webkit auf den bewährten Frameworks Express und AngularJS. Das Scaffolding übernimmt der Generator slush-wean und alle weiteren Infos finden sich in dem Blog-Beitrag. Der Entwickler hat noch einen weiteren Beitrag verfasst, in dem es allgemein um erste Apps mit Node-Webkit geht.