Tag: software
JPEG Lossless Rotator: JPEG-Bilder verlustfrei drehen
Der Name ist Programm und verrät schon, worum es geht: Mit dem JPEG Lossless Rotator können vorhandene JPG-Grafiken verlustfrei rotiert werden. Dabei können Bilder um 90° nach rechts, nach links oder auch horizontal und vertikal gedreht werden. Die Software erlaubt es zudem, mehrere Dateien gleichzeitig zu markieren und zu rotieren.

Sicherlich ist eine derartige Funktionalität in etlichen Bildbetrachtern bereits integriert. Dennoch stellt die Anwendung eine unkomplizierte Lösung dar, vor allem wenn sehr viele Grafiken gedreht werden müssen. Zudem liegt eine portable Version des Programms vor, so dass keine Installation durchgeführt werden muss. Ein kleines Manko der Anwendung bzw. der verlustlosen JPG-Rotierung stellt der Punkt dar, dass die meisten Bilder in ihrer Höhe oder Breite um etwa 15 Pixel zugeschnitten (Crop) werden müssen.
Übrigens gibt es von dem Entwickler auch einen lobenswerten Farbwähler namens Just Color Picker, der vorher unter dem Namen "Anry Color Picker" geführt wurde.
Update: PixelZoomer und Werkzeugkoffer
Zwischendurch gibt es wieder Neuigkeiten in eigener Sache: In den letzten Wochen habe ich endlich Zeit gefunden, um das erste Update für meine Firefox-Erweiterung PixelZoomer durchzuführen. Dabei habe ich bestehende Ideen und auch Anregungen von Benutzern eingearbeitet. Die Extension hat seit einigen Wochen den experimentellen Status verlassen. An dieser Stelle will ich mich bei allen Benutzern bedanken, die mich durch Kritiken und Anregungen unterstützt haben und PixelZoomer einsetzen.
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Das Programm-Update trägt die Versionsnummer 1.1 und integriert diverse Funkionen in die Erweiterung. Die wichtigsten Neuerungen:
- PixelZoomer kann nun auch in einem Tab geöffnet werden
- ein separater "Pan"-Button in der Werkzeugleiste
- Auswahlbereiche können aufgehoben werden
- eine "Rückgängig/Wiederholen"-Funktion
- Tastaturbefehle können angepasst werden
Alle Änderungen finden sich auf der PixelZoomer-Website oder bei der offiziellen Mozilla Add-ons-Seite. In den kommenden Tagen wird noch ein kleiner Release mit der Versionsnummer 1.1.1 erscheinen, da noch eine kleine Änderung eingefügt wurde.
Weiterhin habe ich meinen Werkzeugkoffer um diverse Links ergänzt und eine Funktion zum Sortieren der einzelnen Bereiche hinzugefügt. Viel Spaß damit!
Creative Docs .NET: Moderner Vektorgrafik-Editor
Wer einfache oder komplexe Vektorzeichnungen, Illustrationen, Diagramme, Cliparts und Pläne zeichnen möchte, greift in der Regel zu einem Zeichenprogramm, das mit speziellen Vektorfunktionen (Bezierkurven, Polygonen, etc.) ausgestattet ist. Eine frei verfügbare Anwendung dieser Art, die auf dem .NET-Framework basiert, nennt sich Creative Docs .NET und bietet entsprechende Features. Das Programm kommt mit einer intuitiven Benutzeroberfläche und beherrscht fortgeschrittene Funktionalitäten wie Ebenen, Textwerkzeuge oder Grafikstile.

Creative Docs .NET erlaubt es zudem, mehrere Seiten innerhalb eines Dokuments zu erstellen und bietet somit viel Spielraum für Kreativität — das ist auch der Ansatz, den die Entwickler verfolgen wollen: Die Bedienelemente sollen Platz für die eigentlichen Zeichnungen geben und wurden daher an verschiedenen Stellen angebracht. So erscheinen beispielweise verfügbare Optionen zu einem Bezierpunkt, wenn dieser mit der rechten Maustaste aktiviert wird. Die Anwendung stellt verschiedene Figuren (Linien, Flächen, Ellipsen, etc.) bereit und ermöglicht es auch, Freihand-Zeichnungen zu erstellen, die nachträglich durch Bezierpunkte angepasst werden können.
Mit Creative Docs .NET steht eine schöne Alternative zu der erfolgreichen Open Source-Anwendung Inkscape zur Verfügung, die mit neuartigen Features aufwertet. Das Programm kann Zeichnungen in gängige Grafikformate (PDF, JPG, GIF, PNG, TIF, BMP und ICO) exportieren und darf für private Zwecke eingesetzt werden. Für eine kommerzielle Nutzung kann eine E-Mail an die Entwickler geschickt werden.
Webentwicklung: Sammlung an UML-Werkzeugen
Kürzlich war ich auf der Suche nach einem UML-Editor, um ein Datenbank-Modell zu entwerfen. UML-Diagramme werden hauptsächlich in der Software-Entwicklung eingesetzt und dienen der Modellierung von grundlegenden Beziehungen und Abläufen eines Programms. Dennoch lassen sich solche Editoren auch für den Bereich der Webentwicklung nutzen: Neben der Planung von Datenbank-Modellen stellen auch Abläufe von Benutzerinteraktionen oder Flussdiagramme von komplexen Webanwendungen Bereiche dar, für die sich ein UML-Editor sehr gut eignet.

Bei Devcurry wurde nun eine umfangreiche Liste mit verfügbaren Open Source-UML-Werkzeugen veröffentlicht, in der sich sehr gute Editoren finden. Eine gelungene Anwendung seiner Art ist so auch der Violet UML Editor, der auf Java basiert und somit plattformunabhängig eingesetzt werden kann. Das Programm bietet einfache Funktionen, so dass sich sowohl Klassen- als auch Objekt- oder Ablaufdiagramme erstellen lassen. In der Aufzählung bei Devcurry finden sich noch weitere Tools, die ähnliche Qualitäten aufweisen.
Alchemy: Zeichenwerkzeug für abstrakte Formen
Sie heißen Harmony, Flame, Sketchpad oder LiveBrush — digitale Zeichenwerkzeuge, mit denen sich etliche Effekte und Formen erstellen lassen. Die neueste Kreation dieser Art heißt Alchemy und kommt mit einem sehr abgefahrenen Bedienkonzept. Durch Echtzeit-Transformationen werden Flächen und Formen generiert, die anschließend durch Mausbewegungen verändert werden können.

Die Anwendung von Karl D.D. Willis ist nicht für das Erstellen von finalen Grafiken oder Illustrationen gedacht, sondern soll den kreativen und experimentellen Prozess der Ideenfindung unterstützen. Es stellt daher ein Sketch-Werkzeug dar, mit dem durch viele Zeichenwerkzeuge und Zufallsfaktoren neuartige Formen erschlossen werden können. Bei Alchemy gibt es unzählige Optionen für den Pinsel: Man legt zuerst eine Füllmethode fest und wählt daraufhin die Form aus, mit der gezeichnet werden soll. Anschließend können verschiedene Modifikatoren (Module) auf den aktuellen Pinsel angewendet werden, wodurch kreative Effekte entstehen. So können beispielsweise auch Zeichnungen durch Spiegelungen erstellt werden, da alle Formen an eine Achse gespielt werden.
Alchemy bietet zu viele Optionen, um diese hier aufzuzählen — Kreative und Interessierte sollten das Programm testen und sich die Dokumentation ansehen. Zudem können eigene Module entwickelt werden. Was mit dem Programm alles möglich ist, lässt sich hingegen in der Galerie begutachten. Übrigens: Alle Kreationen können als Vektor- oder Pixelgrafiken abgespeichert werden, wodurch eine Weiterbearbeitung möglich ist.
Hot Spot Studio: Virtuelle Lichteffekte erstellen
Ich hatte vor einiger Zeit nach einer Anwendung gesucht, die eine gute Licht-Simulation bietet. Ein kleines Programm in der Art stellt "Hot Spot Studio" dar: Mit der portablen Windows-Anwendung lassen sich Lichtpunkte (Spots) auf einer Arbeitsfläche platzieren und einstellen. Die Lichtfarben vermischen sich durch spezielle Algorithmen, so dass diverse Effekte erzielt werden können.

Hot Spot Studio ist einfach zu bedienen und wurde auf das Wesentliche reduziert. Mit der Maus können Lichter erstellt oder verschoben werden und in den Einstellungen lassen sich Farbe, Größe sowie die Absorption eines Spots anpassen. Weiterhin kann die Hintergrundfarbe der Arbeitsfläche eingestellt oder ein Hintergrundbild aktiviert werden. Anschließend kann das Resultat berechnet werden. Dabei entspricht die finale Bildgröße der Fenstergröße. Die Grafiken können dann als Bitmap-Datei abgespeichert werden.
JSONpad: Komfortabler JSON-Editor auf AIR-Basis
Vor ein paar Wochen berichtete ich über den JSON Editor, ein Online-Tool, mit dem sich JSON- und XML-Daten mit Hilfe einer Baumansicht editieren lassen. Wer auf der Suche nach einer komfortablen Offline-Lösung für die Bearbeitung von JSON-Strukturen ist, sollte einen Blick auf JSONpad werfen. Die Adobe AIR-Anwendung von Christopher Söllinger wurde in JavaScript entwickelt und basiert auf dem Ext JS-Framework — die Bedienbarkeit des Editors profitiert von der JavaScript-Bibliothek.

JSONpad bietet die nötigen Werkzeuge, die für das Verändern und Strukturieren von JSON-Daten erforderlich sind. Einzelne Werte können angeklickt und in einem separaten Bereich editiert werden. Per Knopfdruck lassen sich neue Schlüssel, Objekte und Arrays erstellen. Die Anwendung beinhaltet fertige Beispiele zum Ausprobieren. Möchte man eine bestehende JSON-Datei mit der Anwendung bearbeiten, muss einfach der Inhalt in den Textbereich eingefügt werden. Mit einer Schaltfläche lässt sich der JSON-Textblock als Baum darstellen (und umgekehrt). Die finalen JSON-Daten können optional als komprimierte Variante (ohne Leerzeichen, Umbrüche und Tabs) ausgegeben werden.
Für die Arbeit mit dem Datenaustauschformat gehört die Anwendung auf jeden Fall in den virtuellen Werkzeugkoffer.
Adobe: Creative Suite 5 ist fertig
Adobe hat seine neue Creative Suite 5 nun vorgestellt und die Neuerungen mit effektvollen Web-Auftritten der verschiedenen Versionen präsentiert. Der Verkauf startet am 7. Mai und in Deutschland wird das neue Produkt Mitte Mai erhältlich sein. Neben den Änderungen an den Programmen finden sich auch neue Applikationen in den Paketen. Dazu zählen beispielsweise Flash Catalyst, der neue Flash Builder und diverse Dienste für Webdesigner (SiteCatalyst NetAverages).

Für die Gestaltung von Websites dürfte natürlich die Suite "Adobe CS5 Web Premium" am interessantesten sein. Hier gibt es einige Neuerungen, zu denen vor allem neue Funktionen von Flash und Photoshop zählen. So ist es mit Flash CS5 möglich, mit XML-basierten FLA-Quelldateien zu arbeiten und Code-Fragmente an verschiedenen Stellen im Film per Knopfdruck verwenden zu können. Zudem soll es möglich sein, HTML5-Anwendungen zu exportieren.

Allerdings wurde die Präsentation der frischen Creative Suite durch Apples neue Lizenzbedingungen etwas getrübt: So verbietet das Unternehmen bei der Entwicklung von iPhone- oder iPad-Anwendungen die Nutzung von Techniken wie Adobes Flash-Compiler, der aus Flash iPhone-Applikationen erzeugt. Damit wird der Weg von Flash auf mobile Apple-Geräte weiterhin blockiert. Die richtigen Worte für diesen Zustand findet Lee Brimelow von Adobe in einem Blog-Eintrag.
SIcherlich dürften die Neuerungen von Adobe Photoshop CS5 interessant sein: Alle neuen Funktionen des Bildbearbeitungsprogramms finden sich auf dieser Seite. Dazu zählt etwa das Feature "Content Aware Fill", das schon länger bekannt ist. Weiterhin gibt es neue Malwerkzeuge, 3D-Extrusion für Text (Repoussé), Marionettenverkrümmung, erweiterte HDR-Funktionen sowie eine bessere Performance uner 64-Bit-Systemen.
An den bestehenden Suite-Varianten und den damit verbundenen Preisen hat sich wenig geändert: Das Paket "Adobe CS5 Design Premium" ist für 2.299 EUR zu haben, Adobe CS5 Web Premium gibt es für 1.999 EUR und Upgrades sind ab 649 EUR zu haben. Upgrade-Berechtigungen können hier überprüft werden. Für die neuen Testversionen der kommenden Suite-Anwendungen steht derzeit lediglich eine "Benachrichtigen"-Funktion bereit.
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