Tag: typografie
Fonts2u: Umfangreiches Schriftarten-Archiv
Wer seine Quellen für Schriftarten um ein sortiertes und gut gefülltes Archiv ergänzen möchte, sollte einen Blick auf Fonts2u werfen. Die Sammlung beinhaltet etliche Kategorien, die mit Freeware-, Shareware-, Donationware- oder GNU/GPL-Schriftarten von unterschiedlichen Designern bestückt sind. Die Zeichensätze können mit einem individuellen Beispieltext dargestellt und durch verschiedene Kriterien sortiert werden. Zudem werden die Schriften von der Community bewertet und so gibt es auch die Kategorien "Top rated fonts" oder "Top downloads". Sehr schön ist die Einblendung der Lizenz bzw. Nutzungsart, in der die Fonts bereitgestellt werden — dennoch sollte man stets doppelt überprüfen, für welche Zwecke eine Schriftart genutzt werden darf (Textdateien finden sich in der Regel in der ZIP-Datei).

Die Seite ist in vielen Sprachen verfügbar und wertet mit weiteren Bereichen auf: Die Schrift-Designer werden alphabetisch in einem Verzeichnis aufgelistet und in der "Tools"-Abteilung finden sich viele Programme, mit denen sich Schriftarten verwalten oder erstellen lassen. Zudem steht ein Online-Converter bereit, mit dem Schrift-Dateien konvertiert werden können.
TypeWar: Kenntnisse über Schriftarten auffrischen
Der Fotograf hinter "Ironic Sans" hatte vor einiger Zeit ein Typografie-Quiz veröffentlicht, in dem Designer ihr Wissen über Arial und Helvetica testen können. Wer weitere Zeichensätze testen oder sein Wissen über Schriften auffrischen möchte, kann sein Glück bei TypeWar versuchen. Bei dem Test werden einzelne Zeichen einer Schriftart gezeigt, die der entsprechenden Schrift zugeordnet werden müssen. In der ersten Stufe finden sich hauptsächlich Buchstaben von "Times New Roman", "Optima" oder "Helvetica Neue".

Mit dem Erreichen eines weiteren Levels steigt auch der Schwierigkeitsgrad, so dass Betrachter die signifikanten Unterschiede der Schriftarten sehr genau kennen sollten.
Die Website erlaubt es zudem, ein Benutzerkonto anzulegen — dadurch kann der Spielstand gespeichert werden. Zusätzlich ist das Quiz für 1,60 EUR als iPhone-Anwendung zu haben. Damit können Designer ihre Fähigkeiten mit anderen Spielern in der TypeWar-Community testen.
Webdesign: Font Stacks überarbeiten und optimieren
Anlässlich der Thematik "Typografie im Web" gibt es aktuell noch einen sehr schönen Artikel von Amrinder Sandhu. In dem Beitrag befasst sich der Autor mit Font Stacks und deren Optimierung. Neben modernen Technologien wie WOFF oder Font Replacement besteht eine weitere Möglichkeit für individuelle Web-Schriftarten in der Benutzung von entsprechenden Font Stacks — viele Anwender haben neben unterschiedlichen Betriebssystemen Office-Pakete oder andere Programme mit zusätzlichen Schriftarten installiert, so dass hier für einen Teil der Zielgruppe ungewöhnliche Zeichensätze verwendet werden können.

Amrinder Sandhu hat in seinem Beitrag interessante Statistiken über die Verteilung von Schriftarten zusammengetragen. Zudem hat er diverse Font Stacks unter die Lupe genommen und analysiert. Er weist auf die Lesbarkeit von verschiedenen Serifenschriften hin und gibt Tipps für die Überarbeitung von bestehenden Font Stacks.
Weiterhin steht mit dem Font Stack Builder ein kleines Werkzeug für die Erstellung von Schriftart-Listen zur Verfügung.

Auch auf der Seite des Font Stack Builders erhält man zu jeder Schriftart die jeweiligen Statistiken, was die Wahl der Zeichensätze erleichtert. Weiterhin sollte man den Einsatz von Windows 7-Schriftarten in Erwägung ziehen.
Fontspring: Schriftarten und @font-face-Lizenzen
Typografie im Web gehört zu den Themen, die sich derzeit in unterschiedliche Wege entwickeln. Die Vielfalt von Systemschriften ist mittlerweile erschöpft und Entwickler sowie Browserhersteller versuchen, Fließtexte auch ohne das Flash-Plugin in individuellen Schriftarten darzustellen. Einen Ansatz stellen seit geraumer Zeit Skripte zur dynamischen Schriftersetzung (Font Replacement) dar — Cufón oder FontJazz haben sich in der Praxis bewährt. Das Problem mit Fließtexten liegt eher in den Händen der Browserhersteller, da sie die Entwicklung von "@font-face" und "WOFF" (Web Open Font Format) vorantreiben müssen. Microsofts Internet Explorer unterstützt hingegen das EOT-Format, das jedoch bis vor kurzem als Sicherheitslücke ausgenutzt werden konnte.
Nichtsdestotrotz geht der Trend in Richtung Typekit und so gibt es mit Fontspring einen weiteren Online-Shop für neue Schriftarten, die auch als Web-Versionen erhältlich sind.

Das Schriftarchiv von Fontspring ist in etliche Kategorien unterteilt und bietet ein gutes Repertoire an modernen Zeichensätzen. Die Preise belaufen sich größtenteils auf etwa 40.00 USD (umgerechnet etwa 29.00 EUR) pro Schriftart und entsprechen somit den gängigen Marktwerten für typografische Kreationen. Die Besonderheit ist wie gesagt die Web-Lizenz, die für 8.00 USD Aufpreis zu haben ist — damit erhalten Käufer ein spezielles "Web Font Package", das an eine Domain gebunden ist und nur auf dieser eingesetzt werden darf. Das Paket enthält eine fertige CSS-Datei sowie eine EOT-Version der Schriftart.
Typography Served: Galerie für Schrift-Trends
Schriftgestaltung ist immer mit einer gewissen Herausforderung verbunden, wenn etwas Ansprechendes und Einzigartiges gestaltet werden soll. Hierbei ist es wichtig, über aktuelle Trends und Kreationen von professionellen Designern informiert zu sein. Nicht immer muss ein kompletter Zeichensatz für ein Projekt erstellt werden — oft werden Schriftzüge individuell angefertigt, was mehr Spielraum für Kreativität lässt. Ich hatte bereits Quellen für typografische Inspirationen genannt, die sehr gutes Material aus dem Bereich der Schrift liefern. Aktuelle Typografie-Arbeiten gibt es auch bei Typography Served — die Projekte werden aus dem Behance Network verknüpft.

In der Galerie finden sich die verschiedensten Kreationen, angefangen bei Logos und Postern bis hin zu kompletten Schriftarten. Die Arbeiten zeichnen sich zum Teil durch außergewöhnliche Effekte und Linienführungen aus, so dass man hier sicher fündig wird, wenn man auf der Suche nach visuellen Eindrücken ist.
Typography Served gehört zur Served-Reihe, zu der auch andere interessante Galerien wie Motion Served oder Photography Served gehören.
Web-Typografie: @font-face in allen Browsern
Mit dem Web Open Font Format wird es in Firefox 3.6 eine neue Möglichkeit geben, individuelle Schriftarten für Headlines und Fließtext nutzen zu können. Das Format wird vorerst ausschließlich von dem Mozilla-Browser unterstützt werden, weshalb praktikable Cross-Browser-Lösungen benötigt werden. Zu diesem Thema wurde letzte Woche auf dem ThemeForest-Blog ein interessanter Beitrag veröffentlicht, der die Implementierung von verschiedenen Schrift-Formaten beschreibt. In dem Artikel von Devon Govett wird der @font-face Kit Generator von Font Squirrel erwähnt, mit dem sich eine OTF- oder TTF-Schriftart in TrueType (TTF), EOT, SVG und WOFF konvertieren lässt. Anschließend können die Formate mit entsprechendem CSS-Code so eingebettet werden, dass die Schrift in allen gängigen Browsern dargestellt werden kann.

In der Praxis funktioniert die Methode sehr gut. Allerdings muss man ein paar Wermutstropfen in Kauf nehmen: Das Anti-Aliasing und die Strichstärke der Schriftart variieren je nach Browser — unter Windows lässt die Kantenglättung noch zu wünschen übrig. Weiterhin kann in manchen Browsern ein unschöner "Flash of Unstyled Content" (FOUC) auftreten.
Trotz der Möglichkeiten von "@font-face" müssen natürlich die Lizenzbestimmungen einer Schriftart beachtet werden. Wer sicher gehen will, sollte also bei Font Squirrel nach einem passenden Zeichensatz suchen. Alternativ gibt es immer noch JavaScript-Methoden wie Cufón, die zumindest für Überschriften eine gute Cross-Browser-Lösung darstellen — auch hier muss die EULA der jeweiligen Schriftart "Web Embedding" erlauben.
15 Sans Serif-Schriftarten zum Sammeln
Um frischen Wind in das heimische Schriftarchiv zu bringen, habe ich wieder einmal etwas gestöbert und eine kleine Sammlung von modernen Sans Serif-Schriftarten zusammengestellt. Ich habe versucht, möglichst unbekannte bzw. aktuelle Fonts auszusuchen. Die Schriftdesigner leisten exzellente Arbeit und so erscheinen ständig interessante Zeichensätze.
Bei meiner kleinen Sammlung sind ausschließlich Freeware- oder Donationware-Schriftarten aufgelistet — manche Fonts dürfen nur für private Zwecke genutzt werden. Auf der DaFont-Seite oder in der "Readme"-Datei der jeweiligen Schriftart können die Lizenzbestimmungen noch einmal nachgelesen werden. Über eine Spende freuen sich die Designer natürlich immer.
Typografie: Frische Inspirationen sammeln
Schrift und Text stellen das zentrale Element zur Überlieferung von Informationen dar — ob Mikro- und Makrotypografie ansprechend gestaltet werden, liegt beim Designer. Das Aussehen der Schrift ist in jedem Fall maßgeblich für den grafischen Erfolg eines Projekts. Gute Typografie sollte nicht nur im Printbereich, sondern auch auf dem Bildschirm angewandt werden. Dennoch ist es immer wieder mit einem gewissen Aufwand verbunden, ein zum Thema passendes oder neuartiges Schriftbild zu gestalten. Meisten muss eine immense Anzahl von Schriftarten durchstöbert werden, bis ein zufriedenstellender Zeichensatz gefunden wurde.
Inspiration ist ein wichtiger Faktor, denn auch die Welt der Schriftgestaltung wandelt sich mit der Zeit. Typografie ist allgegenwärtig und so kann man sich gerade durch die Umwelt inspirieren lassen. Weiterhin lassen sich Anregungen durch neue und ungewöhnliche Schriftarten wecken. Abseits der großen Schiftarchive im Netz gibt es Websites, die fast täglich frische Anwendungsbeispiele präsentieren. Auf diesen Seiten lohnt es sich, vorbeischauen, wenn es darum geht, typografische Trends zu sichten:



Natürlich gibt es noch weitere Quellen, um sich Anregungen zu holen — ein Besuch bei Slanted sollte auch stets inspirierend sein.
WOFF: Web Open Font Format von Mozilla
Wie man gestern dem Mozilla-Blog entnehmen konnte, stellt die Foundation nun mit dem Web Open Font Format (WOFF) eine Spezifikation für Webfonts vor. Das Format soll bereits in Firefox 3.6 integriert werden und stellt ein Nachfolger des Open Font Formats (Weiterentwicklung von OpenType) dar. Das Web-Format von Mozilla ist komprimiert und enthält zudem noch Metadaten wie Urheber oder Lizenz.
Auf dem Blog-Eintrag kann man die Liste der Font-Hersteller sehen, die das Format unterstützen wollen. Dazu zählen unter Anderem ITCFonts, Linotype und Monotype Imaging. Adobe fehlt leider in der Liste.

Bei hacks.mozilla.org werden weitere Details zu WOFF beschrieben. So wird dort auch die Einbettung beschrieben, die dann in etwa so aussehen wird:
- @font-face {
- font-family: GentiumTest;
- /* Works only in WOFF-enabled browsers */
- src: url(fonts/GenR102.woff) format("woff");
- }
- @font-face {
- font-family: GentiumTest;
- src: url(fonts/GenR102.eot); /* for IE */
- }
Die eingebundene Schriftart muss sich auf dem gleichen Server wie die CSS/HTML-Datei befinden, über die sie eingebettet wird. Wie man sieht, gibt es einen Workaround für Microsofts Internet Explorer: Die Browser (einschließlich Version 8) unterstützen das EOT-Format, welches als Alternative eingesetzt werden kann.
Wer unabhängig von dem kommenden Web-Format beeindruckende OpenType-Features in Aktion sehen will, sollte sich diesen Beitrag bei hacks.mozilla.org ansehen.
Typedia: Offene Enzyklopädie für Schriftarten
Die Welt der Schriftarten ist vielfältig und wachsend. Neben klassischen und weitverbreiteten Fonts gibt es mittlerweile viele neue und moderne Kreationen, die etwas Besonderes aufweisen. In erster Linie sucht man Schriften, um diese im Web- oder Printbereich einsetzen zu können. Häufig empfiehlt sich auch der Kauf von Schriftpaketen (oder Bibliotheken), die mehrere Schriftarten eines Stils beinhalten.
Jede Schriftart wurde von einem Designer entworfen — wer sein Hintergrundwissen aufbessern möchte oder einfach nur mehr über die verschiedenen Schriften erfahren will, kann dies bei Typedia tun: Die Seite versteht sich als Community, um Schriftarten zu klassifizieren und über deren Hintergrund zu informieren. Wie bei Wikipedia kann jeder mitmachen und Informationen bzw. Schriften einreichen oder bearbeiten.

Bei Typedia stehen vor allem die Informationen im Vordergrund, die sonst nur über Umwege zu erreichen sind: Wer hat die Schrift entworfen, wann wurde sie erstellt und warum sieht sie so aus, wie sie aussieht. Neben Links zu den Designern und Font-Foundries gibt es zu fast jeder Schriftart eine Vorschau.
Die Seite bietet zudem verschiedene Lernbereiche, welche Anatomie und Klassifikation von Schriftarten behandeln. Wer das Ganze auf Deutsch lesen möchte, sollte bei Typolexikon.de oder der Typo Knowledge Base der FH Aachen vorbeischauen.



Kommentar schreiben