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Mashi: JavaScript-Toolkit für Timeline-Animationen
Für linear ablaufende Animationen (etwa in Slideshows, Produkt-Präsentationen oder E-Learning-Anwendungen) im Web bietet sich neben Flash der Einsatz von JavaScript an. So können beispielsweise längere Texte in mehrere Bereiche aufgeteilt werden, die per Klick nacheinander angesehen werden können. Auch Geschichten lassen sich durch lineare Abläufe oder Bilderfolgen in HTML erzählen.
Ein aktuelles Toolkit, mit dem sich solche Anwendungen in JavaScript entwickeln lassen, stellt Mashi dar. Dieses Projekt von Uli Preuss und Alp Uçkan soll die Umsetzung von JavaScript-Animationen, die auf Zeitleisten (Timelines) basieren, vereinfachen.

Das Mashi-Toolkit steht als Paket zum Download bereit und kann sofort eingesetzt werden. Die Bibliothek kommt mit einem eigenen Namespace, so dass es auch in Kombination mit anderen Frameworks eingesetzt werden kann. Ein Mashi-Projekt unterliegt einer bestimmten Modul-Architektur, so dass die eigentliche Logik für die Animationen in einer separaten Datei ("app.js") platziert ist. Ein Beispiel:
- app.add(2000, function() {
- app.set({
- html: 'Ich bin ein Mashi-Projekt.',
- style: {
- backgroundColor: '#123456'
- }
- });
- });
- app.add(1000, function() {
- …
- });
Die Einstellung "2000" in Zeile 1 bewirkt also, dass die zweite Funktion in Zeile 10 nach 2 Sekunden durchgeführt wird. So können sehr einfach sequentielle Präsentationen erstellt werden. In der Galerie finden sich erweiterte Beispiele und Infos gibt es in der Dokumentation.
Webentwicklung: Traits in Javascript nutzen
Zur Erweiterung der objektorientierten Programmierung in JavaScript bieten sich verschiedene Bibliotheken und Plugins an — größere Frameworks wie MooTools oder Prototype besitzen von Haus aus schon erweiterte Möglichkeiten wie etwa ein Klassen-System. Um in JavaScript die Vorteile von "Traits" nutzen zu können, kann die kleine Bibliothek "Traits.js" genutzt werden. Bei einem Trait können Funktionen innerhalb eines Objekts gespeichert werden und anderen Funktionen verfügbar gemacht bzw. vererbt werden.
Hier ein einfaches Beispiel, bei dem ein eine Funktion als Komposition an eine andere Funktion übergeben wird.
- function ausserhalb(wert1) {
- return Trait({
- aussenFunktion: function() { return wert1; }
- });
- }
- function funktion1(wert2) {
- return Trait.create(
- Object.prototype,
- Trait.compose(
- ausserhalb("test1"),
- Trait({
- innenFunktion: function() { return wert2; }
- })));
- }
- var objekt1 = funktion1("test2");
- objekt1.aussenFunktion(); // Ausgabe: test1
Komplexere Beispiele für die Anwendung von Traits finden sich bei den Tutorials der Website. Die Trait-Bibliothek nutzt zudem die neue Object-Manipulation API von ECMAScript 5.
JPEG Lossless Rotator: JPEG-Bilder verlustfrei drehen
Der Name ist Programm und verrät schon, worum es geht: Mit dem JPEG Lossless Rotator können vorhandene JPG-Grafiken verlustfrei rotiert werden. Dabei können Bilder um 90° nach rechts, nach links oder auch horizontal und vertikal gedreht werden. Die Software erlaubt es zudem, mehrere Dateien gleichzeitig zu markieren und zu rotieren.

Sicherlich ist eine derartige Funktionalität in etlichen Bildbetrachtern bereits integriert. Dennoch stellt die Anwendung eine unkomplizierte Lösung dar, vor allem wenn sehr viele Grafiken gedreht werden müssen. Zudem liegt eine portable Version des Programms vor, so dass keine Installation durchgeführt werden muss. Ein kleines Manko der Anwendung bzw. der verlustlosen JPG-Rotierung stellt der Punkt dar, dass die meisten Bilder in ihrer Höhe oder Breite um etwa 15 Pixel zugeschnitten (Crop) werden müssen.
Übrigens gibt es von dem Entwickler auch einen lobenswerten Farbwähler namens Just Color Picker, der vorher unter dem Namen "Anry Color Picker" geführt wurde.
Cached Commons: JavaScript-Bibliotheken per CDN
Die aktuelle Version von jQuery oder Prototype lässt sich in Web-Projekte sehr gut über die Google Libraries API einbetten. Dort finden sich alle bekannten JavaScript-Frameworks, die als minifizierte Skript-Dateien abgerufen und eingesetzt werden können. Für viele Bibliotheken gibt es mittlerweile eine große Menge an Plugins — zudem existieren kleinere JavaScript-Projekte, mit denen sich beispielsweise Diagramme darstellen oder physikalische Effekte simulieren lassen. Für diese Art von Bibliotheken gibt es nun das Projekt Cached Commons, bei dem kleinere JavaScript-Libraries und jQuery-Plugins vorliegen und per script-Tag in einem Web-Projekt eingebunden werden können.

Die Übersicht von Cached Commons ist sehr gelungen: Zu jedem Skript liegen Links zur Website und eventuellen Demos vor. Per Klick auf die jeweilige Bibliothek erhält man den JavaScript-Code. Entsprechend gibt es die Minified-Version, wenn die Bezeichnung "(min)" angeklickt wird. Der Vorteil an Cached Commons liegt vor allem in der Verwendung der GitHub-CDNs, die als schnell und zuverlässig gelten. Übrigens können Benutzer auch Anfragen für weitere Skripte an die Seite übermitteln, so dass die Listen noch wachsen dürften.
ColorBlendy: Farben im Browser mischen
In Bildbearbeitungsprogrammen lassen sich über die "Blending Modes" mehrere Ebenen miteinander mischen. Dabei können verschiedene Methoden der Überblendung eingestellt werden (wie etwa "Überlagern", "Negativ multiplizieren" oder "Abdunkeln"). Je nach Modus entstehen unterschiedliche Belichtungen und Effekte.
Um mit Farben experimentieren zu können, bieten sich solche Überblendungen an. Ein Projekt, welches beim 10K Apart-Contest eingesandt wurde, bietet genau diese Möglichkeit: Mit ColorBlendy lassen sich 2 Farbwerte durch verschiedene Überblendungsmethoden mischen, so dass eine dritte Farbe entsteht.

Bei ColorBlendy müssen lediglich die beiden HEX-Codes der gewünschten Farbwerte eingegeben — anschließend können die Farben über 5 Methoden vermischt werden.
Der Entwickler, Andrey Petrov, hat die Überblendungen zudem nicht mit dem HTML5-Element "canvas", sondern mit JavaScript umgesetzt. Dadurch funktioniert das kleine Tool auch unter Internet Explorer.
Cuzillion: Website-Komponenten analysieren
Ich habe beim Surfen eine interessante Seite gefunden, auf die ich früher schon einmal gestoßen war: Das Projekt "Cuzillion" von Steve Souders stellt ein nützliches Tool dar, mit dem sich verschiedene Komponenten einer Website konfigurieren und testen lassen. Zu den Komponenten zählen Inline-Skripte, verlinkte Skript-Dateien, externe Stylesheets, Bilder und iframes. Mit dem Werkzeug lassen sich beliebige Blöcke in einem fiktiven HTML-Konstrukt platzieren und anpassen. Anschließend kann die Ladezeit getestet und die optimale Reihenfolge der Komponenten ermittelt werden.

Steve Souders ist ein Spezialist, was Komprimierung und Caching von Websites angeht. Ein interessanter Punkt, den er aufzählt, stellt beispielsweise die Tatsache dar, dass Firefox maximal 2 Dateien parallel herunterlädt, während Internet Explorer 8 bis zu 6 Elemente synchron laden kann. Cuzillion ist also dafür gedacht, Differenzen der verschiedenen Browser ausfindig zu machen und zu verstehen. Die Konfigurationen der Komponenten können als permanente Links verschickt und somit von mehreren Entwicklern verwendet werden.
Grid Designer 2: Raster und Typografie erstellen
Online-Portale und inhaltsstarke Websites benötigen ein durchdachtes Raster, um viele Inhalte unterbringen und ansprechend darstellen zu können. Für die Erstellung eines CSS-Rasters bieten sich etliche Werkzeuge an, die online abgerufen werden können (siehe Liste). Ein aktuelles Projekt, um entsprechende Raster und auch gleich die dazugehörigen Typografie-Einstellungen zu erzeugen, stellt der Grid Designer 2 von Rasmus Schultz dar. Hier können wie gewohnt die Anzahl und Größen der Spalten festgelegt werden — die restlichen Berechnungen übernimmt das Online-Tool.

Hat man sich für eine Einteilung entschieden, können im zweiten Abschnitt etliche Anpassungen für die Textdarstellung der Seite vorgenommen werden. Hierzu zählen Einstellungen wie Schriftgröße, Schriftart, Zeilenhöhe, Laufweite sowie gängige Textformatierungen. Im letzten Schritt kann schließlich der finale CSS- und HTML-Code eingesehen und kopiert werden. Bei Bedarf können ein skalierbares Raster und auch gleich ein CSS-Reset ausgegeben werden.
Da sich mittlerweile etliche Raster-Werkzeuge im Netz finden, gibt es hier eine kleine Liste der verbreiteten Projekte:
- Gridulator
- Grid System Generator
- ZURB CSS Grid Builder
- Yahoo! CSS Grid Builder
- Hashgrid
- GridFox
- Gridmaker
Von Online-Diensten über Photoshop-Skripte bis hin zu Firefox-Erweiterungen ist hier alles dabei. Die Werkzeuge können bei der Erstellung von komplexen Rastern viel Zeit sparen, so dass sich ein Blick auf die einzelnen Projekte lohnt.
CSS 3.0 Maker: CSS3-Effekte im Browser erstellen
Inzwischen sind Editoren, die fertigen CSS3-Code für neue Effekte generieren, massenhaft im Netz vertreten. Neben dem CSS3 Playground oder dem CSS3 Generator gibt es nun den CSS 3.0 Maker, der ebenfalls komfortable Werkzeuge für die Erstellung von neuen CSS-Effekten bietet.

So können mit dem Online-Editor CSS-Codes für Textschatten, Verläufe, abgerundete Ecken, Animationen, Rotationen oder @font-face-Deklarationen erstellt werden. Die Seite bietet schöne Echtzeit-Werkzeuge, mit denen sich die verschiedenen Effekte sehr gut anpassen und einstellen lassen. Derartige Editoren sind für CSS3-Effekte notwendig, da sich genaue Anpassungen und visuelle Kleinigkeiten direkt betrachten lassen. Aktuelle CSS3-Editoren unterscheiden sich kaum von ihrer Funktionalität — für Webentwickler zählen im Endeffekt nur die Bedienbarkeit eines Editors und der persönliche Geschmack.
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