Tag: windows

201627Nov

PixelZoomer für Windows: Jetzt verfügbar

Es ist geschafft: Das Projekt ist zwar schon seit einiger Zeit fertiggestellt, aber es musste auch noch eine entsprechende Website her. Ab sofort ist meine Firefox-Erweiterung PixelZoomer auch als Windows-Anwendung verfügbar! PixelZoomer für Windows ist kostenlos und kann direkt heruntergeladen werden. Die Anwendung ist eine Weiterentwicklung der Firefox-Extension. Sie erstellt beim Start einen Desktop-Screenshot und bietet die gewohnten Tools. Das Programm basiert auch weiterhin auf Mozilla-Technologie. Durch das Laufzeitpaket XULRunner läuft die Anwendung zuverlässig in allen gängigen Windows-Versionen, wobei Windows 8 oder höher zu empfehlen ist.

PixelZoomer für Windows

Durch den Einsatz von XULRunner konnte ich den Großteil der Firefox-Erweiterung übernehmen: Lediglich die Screenshot-Erzeugung musste neu in C++ implementiert und anschließend als XPCOM-Komponente eingebunden werden. In diesem Zuge habe ich PixelZoomer gleich ein neues User Interface verpasst und einige Anpassungen vorgenommen. Zudem lassen sich Grafiken aus der Zwischenablage einfügen, wodurch auch MouseOver- und Hover-Effekte analysiert werden können.
Mit der Windows-Variante von PixelZoomer ist die Pixelanalyse nicht mehr auf Firefox beschränkt. Es können alle beliebigen Browser verwendet werden, da die Anwendung einen Screenshot des gesamten Desktops erzeugt (bei mehreren Monitoren kann ausgewählt werden). Zudem können auch einfach Browser nebeneinander angeordnet werden, um einen direkten Vergleich zu haben. Oder aber die Designvorlage kann analysiert werden, wenn beispielsweise Abstände überprüft oder Farbwerte abgelesen werden sollen.
PixelZoomer für Windows ist ab jetzt in Version 1.0 verfügbar. Einen Update-Mechanismus gibt es in der Form nicht, jedoch wird im Hilfe-Fenster angezeigt, ob eine neue Programmversion verfügbar ist. Viel Spaß mit der Anwendung!

201607Aug

Windows 10: Fensterpositionen und -größen speichern

Wer sich mit Windows 10 angefreundet hat und es täglich produktiv im Einsatz hat, wird die Arbeit mit dem Betriebssystem zu schätzen wissen. Ab und an können allerdings kleinere Unstimmigkeiten auftreten, die sich in unerwünschten Nebeneffekten äußern. Einer dieser Nebeneffekte zeichnet sich in der Fensterverwaltung aus: Hier nehmen zuvor geöffnete Fenster beispielsweise nach einem Neustart des Rechners nicht unbedingt die vorherige Größe und Position ein. Zudem kommt es darauf an, ob Fenster mit Tastenkombinationen (mittels WIN-Taste) an ihre Position gebracht wurden. Ärgerlich ist es da, wenn wiederkehrende Anwendungen und deren Fenster täglich erneut auf die gewünschte Größe eingestellt werden müssen.

Wer sich die Arbeit sparen möchte, kann ein einfaches AutoHotkey-Skript wie DockWin nutzen: Sind alle gewünschten Anwendungen geöffnet und haben die Fenster ihre Zielgröße und -position, können die entsprechenden Fensterdaten per Tastendruck gespeichert und geladen werden:

  • WIN + SHIFT + 0 = Fensterpositionen speichern
  • WIN + 0 = Fensterpositionen laden

Wird der Rechner also neu gestartet, müssen dann nur die üblichen Programme gestartet werden. Anschließend können deren Fensterpositionen und -größen einfach mit dem AutoHotkey-Skript geladen werden. Das Skript unterstützt auch mehrere Monitore.

201628Jan

Nativefier: Native Electron-Apps per Kommandozeile

Ich hatte bereits über ein Tutorial sowie UI-Komponenten für das Chromium-Framework Electron berichtet. Damit lassen sich native Desktop-Anwendungen für Windows, Mac OS X und Linux auf HTML- und JavaScript-Basis erstellen. Wer es besonders einfach möchte, kann jetzt ein Node.js-Package namens Nativefier verwenden. Damit lassen sich mit einem Befehl per Kommandozeile Electron-Apps aus Web-URLs erzeugen.

Nativefier - Wrap any web page natively without even thinking, across Windows, OSX and Linux

Nativefier lädt das aktuelle Electron-Paket herunter und erzeugt die notwendigen Dateien, je nach Plattform. Um beispielsweise Google Maps in eine Electron-App zu packen, ist lediglich folgender Befehl nötig:

  • $ nativefier maps.google.com

Im "resources"-Verzeichnis befindet sich neben den spezifischen JavaScript-Dateien eine generierte nativefier.json, in der die Einstellungen abgelegt sind. Hier sind verschiedene Optionen für die App möglich, wie etwa die Fenstergröße oder die Einstellung des Hauptmenüs. Auf der GitHub-Seite finden sich gesonderte Anleitungen für die verschiedenen Betriebssysteme, um eine komplette Anwendung samt Icon zu erstellen.

201615Jan

Chakra: Microsofts JavaScript-Engine wird Open Source

Wie seit kurzem auf dem MSEdge-Developer-Blog zu lesen ist, steht der Quellcode des Kerns der JavaScript-Engine "Chakra" jetzt bei GitHub bereit. Bei Chakra handelt es sich um die JavaScript-Engine von Microsoft, die seit Internet Explorer 9 im Einsatz ist. Bei GitHub steht nun "ChakraCore" zur Verfügung: Dabei handelt es sich um die Kernmodule der Engine, die sich aus verschiedenen Komponenten wie dem JIT-Compiler, dem Interpreter und der Runtime zusammensetzt. Mehr dazu findet sich in der Architektur-Übersicht.

ChakraCore - JavaScript-Engine von Microsoft nun Open Source

ChakraCore beherrscht ECMAScript 2015 und lässt sich zudem mit der JSRT-API (JavaScript Runtime) nutzen. So kann die Engine in eigenen Anwendungen genutzt werden. Der in C++ geschriebene Code kann für x86-, x64- oder ARM-Plattformen kompiliert werden. Dazu ist mindestens Windows 7 (mit SP1) sowie Visual Studio 2013 oder 2015 erforderlich. Eine Linux-Portierung der Engine ist laut Microsoft schon geplant.

201522Nov

PhotonKit: UI-Komponenten für Electron-Apps

Vor ein paar Wochen berichtete ich über ein Tutorial für Electron/AngularJS. Wer mit dem JavaScript-Framework für plattformübergreifende Desktop-Anwendungen experimentieren möchte, kann mit der Anleitung beginnen. Wer zudem fertige HTML/CSS-Bedienelemente für Electron sucht, sollte einen Blick auf PhotonKit werfen.

PhotonKit - The fastest way to build beautiful Electron apps using simple HTML and CSS

Dabei handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Komponenten, die für eine Desktop-App erforderlich sein können. Dazu zählen Header/Footer, Navigationen, Buttons, Tabs, Listen, Tabellen sowie eine Icon-Schriftart. PhotonKit könnte also auch als "Bootstrap für Electron" verstanden werden. Das Projekt steht bei GitHub bereit und die CSS-Komponenten liegen im SASS-Format vor.

201531Aug

Birdfont: Freier Editor zum Erstellen von Schriftarten

Wer eine eigene Schriftart erstellen möchte, hat eine große Aufgabe vor sich. Neben dem eigentlichen Design der etlichen Zeichen, die gestaltet werden müssen, bedarf es einer entsprechenden Software. Mittlerweile gibt es neben den Industriestandard FontLab Studio auch zahlreiche kostenlose Alternativen. Dazu zählen seit geraumer Zeit bereits FontForge oder Type Light. Eine weitere Alternative stellt die Software Birdfont dar, die das Erzeugen von TTF-, EOT- und SVG-Schriftarten ermöglicht.

Birdfont – A free font editor for TTF, EOT and SVG fonts

Bei Birdfont handelt es sich um ein Open Source-Projekt: Daher steht die Anwendung für Windows, Mac OS X, Linux und OpenBSD bereit. Das eigentliche Erstellen einer Schriftart kann anhand von geometrischen Formen (Kreis, Rechteck), freihändig oder über Bezierkurven erfolgen. Es können aber auch Pfade aus einer bestehenden SVG-Datei importiert werden. Das Programm bietet zudem Ebenen, verschiedene Raster-Einstellungen und die Möglichkeit, einzelne Zeichen zu kippen. Schließlich kann die Laufweite der Schriftart angepasst werden.
Die Software steht in einer kostenlosen Variante zur Verfügung: Einzige Bestimmung hierbei besteht darin, dass die erstellte Schriftart unter der SIL Open Font-Lizenz veröffentlicht werden muss. Die kommerzielle Version von Birdfont ist aber schon ab 5 USD zu haben.

201509Jul

Windows: Ordner per Kontextmenü in Konsole öffnen

Wer mit Node.js arbeitet, wird hauptsächlich mit der Konsole arbeiten. Das verwendete Betriebssystem spielt dabei keine Rolle. Im produktiven Einsatz wird in der Regel die entsprechende Konsole (cmd.exe/Terminal) gestartet und anschließend zum gewünschten Verzeichnis navigiert (per cd). Alternativ kann auch ein entsprechender Ordner per Drag 'n' Drop in das Konsolenfenster gezogen werden, um die vollständige Pfadangabe zu erhalten.

Windows - Ordner per Kontextmenü in Konsole öffnen

Unter Windows geht es aber noch einen Schritt schneller: Über einen kleinen Eintrag in der Windows-Registrierung lässt sich allen Ordnern ein Eintrag im Konextmenü hinzufügen, über den dann direkt die Konsole mit dem entsprechenden Pfad geöffnet werden kann. Der vollständige Pfad inklusive Parameter lautet:

  • [HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shell\console\command]
    @="cmd.exe /k cd \"%V\""

Zusätzlich kann im "console"-Bereich (diese Bezeichnung kann frei gewählt werden) noch ein Icon gesetzt werden. Die ZIP-Datei enthält die fertige Registrierungsdatei, die nur noch per Doppelklick aktiviert werden muss.

201501Mai

Visual Studio Code: Cross-Plattform-Editor für Entwickler

Anlässlich der Build 2015 hat Microsoft ein wirklich interessantes Projekt für Webentwickler vorgestellt: Visual Studio Code heißt eine neue, kostenlose und plattformübergreifende (Windows, Mac OS X, Linux) Entwicklungsumgebung, die an Webentwickler gerichtet ist. Der Editor basiert auf Electron (zuvor Atom Shell) und damit auf Node.js, HTML und CSS. Dennoch bietet er alles, was das Entwickler-Herz begehrt: Bracket-Matching, IntelliSense, Multi-Cursor-Support, Parameter-Hints, Snippets, Breakpoints, Git-Integration und vieles mehr. Die Anwendung gibt Entwicklern 3 Themes zur Auswahl und die Konfiguration ist direkt über die Bearbeitung von JSON-Dateien möglich.

Visual Studio Code - Cross-Plattform-Editor für Webentwickler

Obwohl Visual Studio Code bisher nur in der Version 0.1.0 vorliegt, hat er sich schon jetzt als ultimatives Tool für Node.js-Apps bewährt: Node.js-Anwendungen können einfach per Knopfdruck gestartet und analysiert werden (Breakpoints, Step-Through, etc.) und in der Sidebar werden in Echtzeit die aktuellen Variablen angezeigt. Damit dürfte Microsoft ein kleiner Durchbruch gelungen sein, denn das Tool ist trotz seiner Kompaktheit sehr umfangreich. Es werden sämtliche Web-Sprachen (HTML, JavaScript, CSS, Less, Sass, TypeScript, PHP, CoffeeScript, Go, Handlebars, Markdown, Python, Ruby, SQL, YAML, etc.) unterstützt und durch seine Anpassbarkeit könnte Visual Studio Code schon bald zum Standard im Bereich kostenloser Editoren für Webentwickler werden. Natürlich gibt es weiterhin GitHubs Atom und auch Facebooks Nuclide könnte interessant werden.
Und Visual Studio 2015 wird es ebenfalls in sich haben: Laut einem Blog-Beitrag will man verstärkt auf die Entwicklung mobiler Apps setzen. Hier werden bisher Apache Cordova und Xamarin genannt. Es bleibt also spannend.