200912Sep

TYPO3 5.0: Die neue Benutzeroberfläche

Wer mit TYPO3 arbeitet, wird sicherlich die Entwicklung von TYPO3 5.0 mitbekommen haben. Version 5 des komplexen Content-Management-Systems wird auf dem PHP-Framework FLOW3 basieren und daher eine komplette Neuentwicklung sein. Durch FLOW3 soll auch das Entwickeln von Extensions vereinfacht werden, da viele Prozesse im MVC-Framework automatisiert wurden und somit weniger Code benötigt wird.
Auf der T3CON09 in Frankfurt wurden nun erste Wireframes des neuen User Interfaces präsentiert, die von Jens Hoffmann, Björn Brockmann und Rasmus Skjoldan entwickelt wurden. Das neue TYPO3 wird kein Backend (lediglich ein Dashboard) besitzen, sondern durch das Frontend bedient werden. Beispiele für derartige Redaktionssysteme sind Concrete5 oder Zimplit.

TYPO3 5.0 - Entwurf

Für Redakteure stehen einfache Bedienelemente zur Verfügung, während es für Administratorten erweiterte Möglichkeiten zur Bearbeitung geben wird. Das neue Interface wird sich stark an Web 2.0-Anwendungen orientieren und auf eine intuitive Benutzerführung setzen. TYPO3 4 zeichnet sich durch eine umfangreiche und zum Teil komplizierte Benutzeroberfläche (für Redakteure) aus. Das soll mit Version 5 geändert werden, so dass sich Redakteure auch ohne Schulungen zurecht finden und Inhalte pflegen können.
Ich persönlich bin momentan noch zweigeteilter Meinung — auch wenn das Backend von Version 4 etwas überladen ist, schätze ich den strukturierten Seitenbaum und die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten sehr. Es ist jedoch auch möglich, dass TYPO3 5.0 mit einer Art Seitenbaum kommen wird (in den Entwürfen sind Ansätze eines Baums zu sehen). Was mich am meisten interessiert, ist die Template-Engine. Der Projektleiter von Version 5, Robert Lemke, hat mit TemplaVoila! eine geniale Methode für Template-Mapping geschaffen, die ich nicht mehr missen möchte. Ich bin sicher, dass TYPO3 5.0 in dieser Hinsicht sogar Verbesserungen aufweisen wird.
Als klaren Vorteil der neuen Benutzeroberfläche sehe ich die einfache Bedienbarkeit — dieser Punkt wird das Image von TYPO3 mit Sicherheit aufbessern, da es zwar als das mächtigste Open Source-CMS gilt, jedoch viele Redakteure und Webmaster durch das Backend abgeschreckt werden.