201114Dez

W3C: Entwurf für CSS3-Exclusions veröffentlicht

Dass Adobe Spezialist für Software ist, mit der sich analoge und digitale Magazin-Layouts erstellen lassen, dürfte allgemein bekannt sein. Auch Flash-Entwickler können seit dem "Text Layout Framework" (TLF-Text) auf Optionen zurückgreifen, die Textblöcke in spezielle Formen bringen können. So kann der Textfluss dahingehend angepasst werden, dass die Zeilenlänge einer definierten Form entspricht. Diese Möglichkeit will Adobe auch Webentwicklern an die Hand geben, die ihre Texte mit CSS formatieren. Dazu wurde ein Entwurf für das CSS Regions-Modul eingereicht, der besondere Text-Layouts ermöglicht.
Nun wurde seitens des W3C auch ein erster Arbeitsentwurf vorgelegt, der das "CSS Exclusions and Shapes Module" beschreibt — also eine Technologie, mit der sich komplexe Layouts auf Websites umsetzen lassen.

W3C - CSS Exclusions and Shapes Module Level 3

Bei CSS Exlcusions handelt es sich also um definierbare Formen, die von Texten umschlossen werden können. Dabei können verschiedene Positionierungen angewendet werden. Beispiele für die neuen Eigenschaften wären "wrap-flow", "wrap-through" oder "shape-inside".
Das Ganze funktioniert derzeit in der WebKit-Engine (Safari, Google Chrome) und auf der Adobe Labs-Seite kann ein Paket mit Beispielen heruntergeladen werden, in dem auch ein prototypischer Mini-Webbrowser auf WebKit-Basis enthalten ist. Neben Google hat sich auch Microsoft an den Vorschlägen beteiligt, weshalb die Technik auch in einer Vorab-Version von Internet Explorer 10 zu finden ist.