200929Jun

Windows 7: Vorbestellen oder warten?

Wie nun bekannt ist, kann Windows 7 ab dem 15. Juli 2009 für 50 EUR vorbestellt werden (alternativ können Anwender jetzt einen neuen PC und damit eine Upgrade-Berechtigung erwerben). Mit dem neuen Betriebssystem von Microsoft, das dann in der fertigen Version am 22. Oktober 2009 erhältlich sein wird, könnte es einen Umschwung für Webentwickler geben.
Windows 7 erfreut sich schon jetzt mehr Beliebtheit als sein Vorgänger Windows Vista. Der Kern des neuen Systems ist diesmal von Grund auf neu programmiert worden und enthält viele neue Features wie eine überarbeitete Taskleiste, virtuelle Ordner (Libraries), eine schicke neue Benutzeroberfläche, verbesserte Bordmittel (Snipping Tool, Paint) und etliche Neuerungen für erfahrene Windows-Benutzer.

Windows 7 Release Candidate

Bei der Version, die vorbestellt werden kann, handelt es sich um Windows 7 Home Premium. In Europa wird die Software ohne Internet Explorer 8 ausgeliefert. Der Browser kann dann über einen zusätzlichen Datenträger nachinstalliert werden. Was den Browserkrieg angeht, wird es durch das kommende Windows 7 auf jeden Fall spannend: Internet Explorer 6 könnte stark an Marktanteilen verlieren und Benutzer könnten sich für Firefox (oder einen anderen Browser wie Safari, Opera oder Chrome) als Standard-Browser entscheiden. Ich bin sehr gespannt, ob es diesbezüglich Werbekampagnen der Hersteller geben wird.
Windows 7 wird in 6 Versionen ausgeliefert, weshalb man sich überlegen sollte, für welche Variante man sich entscheidet (und ob man vorbestellt). Der Release Candidate entspricht Windows 7 Ultimate. Wer noch einmal die Funktionen der Windows 7-Versionen vergleichen möchte, sollte sich diese Tabelle ansehen.

UPDATE
Einen wichtigen Punkt sollte man bei der vorbestellbaren Version von Windows 7 noch bedenken: Das vergünstigte Windows 7 Home Premium wird nur als 32-Bit-Version erhältlich sein. Das vergünstigte Windows 7 Home Premium wird sowohl in 32-Bit als auch in 64-Bit erhältlich sein. Man sollte daher abwägen, ob man auf den 64-Bit-Zug aufspringen möchte oder nicht. Damit verbunden ist auch der maximal nutzbare Arbeitsspeicher (RAM): Unter Windows 7 32-Bit kann nicht mehr als 4 GB genutzt werden. Für die weiteren Varianten (64-Bit) gibt es folgende Limitierungen:

  • Windows 7 Starter: 8 GB
  • Windows 7 Home Basic: 8 GB
  • Windows 7 Home Premium: 16 GB
  • Windows 7 Professional: 192 GB
  • Windows 7 Enterprise: 192 GB
  • Windows 7 Ultimate: 192 GB

Nicht alle Anwendungen laufen unter 64-Bit-Systemen, weshalb man sich gut überlegen sollte, ob sich eine Investition in die neue Architektur lohnt. Eine Liste von Programmen, die nicht oder nur eingeschränkt laufen, findet man hier.
Wer keine aufwendigen Berechnungen (3D-Renderings, Videobearbeitung, komplexe Datenbankoperationen, etc.) durchführt, sollte mit 4 GB ausreichend bedient sein.

UPDATE
Windows 7 wird bei Amazon am 15.07. ab 9:00 Uhr für 49,97 EUR verfügbar sein. Mehr dazu im aktuellen Artikel.

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